Archiv 2018

Newsletter 1 - Februar

Inhalt

• Geduld
• Projekt Notkersegg
• Neue Adresse
• Projekt Rehetobel
• Vorankündigung Generalversammlung
• mosa!k suecht es Dehei
• Vermietungen – Facebook

Geduld

Mit Geduld und Zeit 
wird ein Maulbeerblatt zum Seidenkleid
Aus China

Seit zwei Jahren und mehr arbeiten wir stets und beharrlich an unseren Projekten in Rehetobel und Notkersegg. Unzählig die Nächte, in denen gezweifelt und nicht mehr daran geglaubt wurde. Unzählig aber auch die Morgenstunden, die zu frischem Tatendrang und Zuversicht führten.

Neues aus Notkersegg

Geschichte kommt zum Vorschein. Oelfass hinter verschlossener Eisentür zur Versorgung der Etagenöfen. ca. 1940er Jahre. Neu heizen wir mit Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Endlich! Seit dem 12. Januar 2018 sind wir Eigentümer des Grundstücks Hardungstr. 8 in St.Gallen Notkersegg. Im Dezember 2017 haben wir die Baubewilligung für den Umbau des heutigen Zweifamilien- in ein Fünffamilien-Mehrgenerationenhaus erhalten.

Die Umbauarbeiten haben Ende Januar bereits begonnen und werden im Schnellzugtempo vollendet. Vorbereitungszeit hatten wir ja mehr als genug. Die Mieter werden Ende April 2018 hoffentlich glücklich in ihre neuen Wohnungen einziehen dürfen.

Die Hausgemeinschaft ist bereits komplett, alle Wohnungen sind vermietet. Auch die bisherige Mieterin ist gerne Teil der neuen Hausgemeinschaft geworden. Einer kleinen Hausgemeinschaft mit breitem Mehrgenerationenspektrum von schulpflichtigen Kindern bis frühem Alter. Gerne stellen wir Euch die Hausgemeinschaft in einem der folgenden Newsletter vor.

Neue Adresse von MGP Ost – Baugenossenschaft

Ab 1. Februar 2018 ist unsere Genossenschaft an der Hardungstr. 8 in 9011 St. Gallen-Notkersegg domiziliert. Ja genau, an der Adresse unseres Projektes Notkersegg.

Neues aus Rehetobel

Positives zieht Positives nach! Vor ein paar Tagen ist die Baubewilligung für unser Projekt in Rehetobel in einem dicken Paket eingetroffen. Etwas Geduld ist aber noch nötig, bevor definitiv gefeiert werden kann. Innerhalb von 20 Tagen nach Erhalt könnte beim Kanton noch Rekurs gegen die Baubewilligung erhoben werden.

Ein Aspekt, den wir hier nicht aus den Augen verlieren dürfen. Hatte doch ein Einsprecher auf unser Baugesuch reagiert. Er hat aber signalisiert, dass er aufgrund unserer Vereinbarungen mit der Gemeinde bezüglich unseres Mobilitätskonzeptes auf einen Rekurs verzichte. Sobald baurechtlich vollumfänglich legitimiert, werden wir über dieses zukunftsgerichtete Konzept berichten.

Für Interessierte am Leben und Arbeiten in einem Mehrgenerationenprojekt wird es aber schon konkret, sich aktiv an der Weiterplanung und Realisierung zu beteiligen und sich somit die Lebensumgebung zu gestalten. Also zögere nicht lange und melde Dein Interesse an.

Zur Finanzierung der Baukosten sind wir ab jetzt offen für langfristige, grundbuchgesicherte Darlehen zu marktüblichen Zinskonditionen. Für detaillierte Informationen steht Bernhard Müller gerne zur Verfügung.

Vorankündigung 3. ordentliche Generalversammlung

Am Montag, 30. April 2018, wird unsere nächste Generalversammlung in der Alten Drogerie in Trogen stattfinden. Rechtzeitig werden wir Euch die definitive Einladung mit den Traktanden schicken. Reserviert Euch bitte schon mal den Abend. Wir freuen uns über Euer zahlreiches Erscheinen.

mosa!k suecht es Dehei

Der Verein mosa!k möchte gemeinsam mit uns Räumlichkeiten in St. Gallen finden. Wir wie gewohnt für generationenübergreifendes Wohnen. mosa!k um tagesstrukturierte Aktivitäten für Menschen mit Demenz anbieten zu können. Diese bereits zugänglichen Angebote richten sich an jüngere an Demenz erkrankte Menschen oder ältere, die noch gut beweglich sind und sich dafür noch begeistern und interessieren lassen.

Wenn Ihr Euch über www.mosaik-demenz.ch/mosaiksuechtesdehei informiert habt und glaubt oder wisst, ein geeignetes Objekt zu kennen oder Euer Eigen zu nennen, so freuen wir uns über jeden Vorschlag oder Einladung zum Gespräch. Wie in Notkersegg zu sehen, kann ein 2-Familienhaus bereits gross genug sein, der Grundstock für ein Mehrgenerationenprojekt zu werden. Für mosa!k alleine genügte natürlich auch ein Einfamilienhaus oder eine genügend grosse Wohnung. Die Integration in ein Mehrgenerationenprojekt böte aber für uns alle grosse Vorteile. So könnten mosa!k-Räume an Abenden und Wochenenden von der Hausgemeinschaft für Kulturelles und Soziales genutzt werden.

Vermietungen – Facebook

Um noch aktueller zu sein, haben wir uns entschieden, auf Facebook aktiv zu werden. Neuvermietungen von Wohnungen aber auch eigene Veranstaltungen und solche von denen wir denken, sie könnten für Euch interessant sein, werden wir fortlaufend publizieren.

Abonniere also unsere Facebookseite und teile sie mit Deinen Freunden!

Newsletter 2 - Juli

Archiv 2017

Newsletter 1 - Januar

Inhalt

• Mehrgenerationenwohnen
• Vorankündigung General-/Mitgliederversammlung
• Guardians of the universe
• Neuigkeiten aus den Projekten
• Kapitalanlagen

Mehrgenerationenwohnen

2017 blicken wir auf zwei Jahre aktive Arbeit der Baugenossenschaft zurück. Wir arbeiten an den Genehmigungen / Finanzierungen / Verträgen für 3 Projekte mit insgesamt etwa 50 Wohnungen plus Gewerbe, Gastronomie und Gemeinschaftsflächen.

Bei den Vereins- und Baugenossenschaft- Aktivitäten der letzten 2-3 Jahre stiessen wir generell auf reges Interesse, allerdings mehrheitlich bei Personen 50+. Junge Leute oder Familien in der Etablierungsphase hingegen konnten wir nur punktuell erreichen. Das wollen wir im neuen Jahr ändern.

Ein Mehrgenerationenprojekt besteht im Idealfall im Drittelmix:

  • Junge 18 bis 30-jährige Singles/Paare mit oder ohne kleine Kinder die eventuell zum ersten Mal einen eigenen Haushalt gründen,

  • 30-bis 50-jährige Singles/Paare mit oder ohne Kinder/Jugendliche,

  • 50 + Singles/Paare mit oder ohne Jugendliche.

Beim Erstvermieten einer neuen oder umgebauten Liegenschaft hat die Genossenschaft die besten Möglichkeiten, die Alterszusammensetzung der Mieter zu beeinflussen. Im Idealfall hat sich aus einer Interessentengruppe eine Gemeinschaft gebildet, die aktiv Einfluss auf die Entwicklung eines Projektes nehmen kann.

Entscheidend für die Zusammensetzung der Interessentengruppen in einem Projekt sind die Umgebung und die umgebende Infrastruktur eines Projektes.

Als Beispiel kann die von der Wohnbaugenossenschaft „mehr als wohnen“ im 2014/2015 fertiggestellte und bezogene Überbauung „Hunziker Areal“ mit 380 Wohnungen in Zürich Leutschenbach dienen. Hier konnte auch der gewünschte Altersmix erreicht werden: fast die Hälfte der ca. 1350 Bewohnenden sind zwischen 20 und 40 Jahre alt und mehr als ein Viertel sind Kinder und Jugendliche. Die Generation 50+ hingegen ist untervertreten. Die angebotenen Grundrisse sind unkonventionell und variabel. Die Umgebung der Gesamtanlage hat viel halböffentlichen und öffentlichen Raum für Begegnung / Spielen. Es besteht eine sehr gute Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, gute Verkehrsanbindung in die City, etc. Das scheint Massgabe für junges respektive erstes Familien-Wohnen.

Die Generation 50+ kommt oft aus ruhigen, traditionellen Wohnsituationen. Neue Lebenssituationen, positiv wie negativ, sind meist Motor, die bestehende Wohnsituation zu ändern. Es besteht seltener Notwendigkeit für neuen, grösseren Wohnraum. Veränderungen können anders geplant und konzipiert werden. Eine wichtige Rolle spielen Gedanken an Versorgung und Tragfähigkeit im Alter.

Aufgabe der Genossenschaft ist es nun, die Bedürfnisse der einzelnen Altersgruppen in der Projektentwicklungsphase zu verbinden und gegenseitiges Interesse zu wecken. Projekte oder Projektideen sollten schon im Vorfeld öffentlich gemacht werden und mit möglichst vielen Interessenten formuliert und gemeinsam entwickelt werden. Ein möglicher Verknüpfungspunkt sind bestehende Liegenschaften, die dem persönlichen Wohnbedürfnis oder Lebensmodell nicht mehr entsprechen. Die geerbte Liegenschaft am falschen Ort, das leere Einfamilienhaus, die zu grosse Eigentumswohnung, etc. Aus vielen Objekten lässt sich im genossenschaftlichen Kontext eine sichere und faire Geldanlage generieren mit der gleichzeitigen Schaffung von neuem Wohnraum, der den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Innerhalb des Projektes Rehetobel sind diese Ansätze bereits im Umsetzen. Die Genossenschaft hat früh mit der Öffentlichkeitsarbeit begonnen und es wurde ein sehr variabler Wohnungsmix bis zur Loft entwickelt. Das Modell « Liegenschaftstausch» wird diskutiert. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wird die Socialmediapräsenz weiter ausgebaut und mit den traditionellen Informationswegen, im Sinne eines Mehrgenerationendenkens verknüpft.

Die wichtigste Komponente auf dem genossenschaftlichen Wohnungsmarkt bleibt Angebot und Nachfrage. Entscheidend sind und bleiben zukünftige Bewohner und Interessenten für Mehrgenerationenprojekte und Eigentümer-innen von Liegenschaften und deren Zusammenschluss, was in den meisten Fällen für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation bedeutet.

Claus Peter Täterow
Präsident Förderverein Mehrgenerationen Ost

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Die Planung und Projektierung schreitet weiter voran. Trotz planerischer Komplexität und hoher Anforderungen des Ortsbildschutzes sind wir im Zeitplan und werden in diesen Tagen das Baugesuch für 10 Wohnungen, Gewerbe und Tageskaffee einreichen. Interessenten für ein Wohnen oder Arbeiten in der «Wohnwerkstatt» können eigene Wünsche und Vorstellungen bezüglich der Räume einbringen. Siehe Leitartikel.

Vorankündigung ordentliche Generalversammlung Genossenschaft und Mitgliedsversammlung Förderverein

Am Montag 24. April 2017 findet am Abend die zweite ordentliche Generalversammlung unserer Baugenossenschaft und die fünfte ordentliche Mitgliederversammlung unseres Fördervereins statt. Ich bitte Sie, diesen Termin bereits in Ihrer Agenda zu reservieren. Ihrezahlreiche Teilnahme würde uns sehr freuen.

In den nächsten Wochen werden Sie einen Aufruf zur Einreichung von Traktandenwünschen erhalten und rechtzeitig vor dem Termin die Einladung mit den Traktanden und entsprechenden Unterlagen.

Gemeinsam neue Wege des Konsums beschreiten

Ab Ende Januar startet «Guardians of the universe – Lebensmittel.Gemeinschaft.Trogen» in den Mehrzweckräumen der Alten Drogerie in Trogen. Wir heissen sie herzlich Willkommen, wünschen viel Erfolg in der Umsetzung der Idee und möchten Platz bieten, sich vorzustellen:

All unsere Handlungen haben vielfältigen Einfluss auf die Welt in der wir leben. Und weil wir täglich essen, hat der Konsum unserer Lebensmittel auch einen täglichen Einfluss.

So haben wir uns zusammengetan, um diesen Konsequenzen mit Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu begegnen.

Wir streben danach, die natürlichen Kreisläufe als Ganzes zu sehen. Basierend auf diesem Verständnis handeln wir so, dass wir im Einklang mit unserer Umwelt sind. Wir beschäftigen uns mit Lebensmitteln - Mittel zum Leben. Wir hoffen mit unserer Arbeit einen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Böden und unser Wasser auch für unsere Kindeskinder in der siebten Generation noch eine nährende Lebensgrundlage bilden.

Der im Mai 2016 gegründete Verein bezweckt gesunde und natürliche Lebensmittel und Produkte für seine Mitglieder verfügbar zu machen.

Weitere Informationen, Mitgliedschaft usw. unter www.guardianstrogen.ch

Kapitalanlagen

Für die Realisation unserer Projekte in Rehetobel und Notkersegg sind wir in der Lage, langfristige Darlehen von unseren Mitgliedern entgegen zu nehmen. Diese Darlehen können wir für Sie und für Mehrgenerationen Ost vorteilhaft verzinsen. Details besprechen Sie bitte direkt mit Bernhard Müller.

Aufruf

Sie haben selber ein Haus, das Ihnen zu gross geworden ist? Sie haben ein Mehrfamilien- oder Gewerbehaus, um dessen Bewirtschaftung Sie sich nicht mehr kümmern mögen? Sie wollen, dass Ihre Mieter nach wie vor eine sichere Zukunft haben und Ihr Haus dauerhaft der Spekulation entzogen wird? Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir suchen nach wie vor weitere Projektmöglichkeiten.

Newsletter 2 - Juni

Inhalt

• Dank an Lucie Sauter
• Mitgliedschaft ehemaliger Fördervereinsmitglieder in der Genossenschaft
• Zweite ordentliche Hauptversammlung der Genossenschaft
• Neue Webseite www.alte-drogerie-trogen.ch
• Soirée fixe
• Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel
• Projekt Notkersegg
• Ein neuer kleiner Laden in Trogen – in der Alten Drogerie!

Danke

[CPT] Lucie Sauter, Gründerin und bis 2015 Präsidentin des Fördervereins und im Vorstand der Genossenschaft, hat ihr Sabbatical beendet, kehrt aber nicht in den Vorstand von mgp-ost zurück. Aus diesem Anlass möchte ich hier die Arbeit von Lucie und die Zusammenarbeit mit ihr würdigen:

Lucie hatte sich schon lange für Strukturen für ein neues und anderes Wohnen interessiert und etwa 2010 mit der konkreten Arbeit an Konzepten für neue Wohnformen begonnen. Sie entdeckte dabei das Thema des Mehrgenerationenwohnens - die grundlegende Idee vom Miteinander in gemeinschaftlichem Eigentum war fortan Grundgedanke und Motor. Viele Vorträge und Fachgespräche trugen dazu bei, die Idee zu verbreiten.

Lucie und ich sind uns in dieser Zeit zufällig begegnet, im Rahmen einer Projektstudie zu Mehrgenerationenwohnen am Untersee. In der Folge gelang es uns, gemeinsame Gedanken weiter zu entwickeln und zu präzisieren. Gesucht war eine Organisationsform, mit der diese Ansätze in Zeiten eines hochspekulativen Immobilienmarktes umgesetzt werden konnten. Und im besten Fall für guten und wertigen Wohnraum unter sozialverträglichen Rahmenbedingungen zu sorgen. In dieser ersten Phase gelang es Lucie mit grossartiger Motivation, Konzepte zu entwickeln, ein Netzwerk zu schaffen, Mitstreiter zu begeistern und nach geeigneten Objekten Ausschau zu halten. 2012 initiierte Lucie Sauter dann die Gründung eines Fördervereines, um dem ganzen Inhalt einen rechtlichen Rahmen zu geben und Gemeinnützigkeit fest zu schreiben.

Lucie wurde vom damals schon vierköpfigen Vorstand mit der Präsidentschaft betraut, was trotz der vielen repräsentativen und netzwerkenden Aufgaben den sprudelnden Ideenquell und die aktive Vorstandsarbeit in keiner Weise beeinträchtigte. Als es dann ernst galt mit den ersten Projekten, forcierte sie gemeinsam mit dem Vorstand die Gründung der jetzigen Baugenossenschaft, um rechtlich gesichert und verantwortlich als Bauherrschaft auftreten zu können.

2015 konnten wir mit der Umsetzung "ihres" ersten Projektes beginnen, der alten Drogerie in Trogen. Nach Gründung einer Bewohnergruppe und dem Beginn der Umbauarbeiten war für Lucie ein grosses Ziel erreicht: der Leuchtturm gibt Licht.

Mit diesem Wissen, und nach einer fünfjährigen, spannenden aber auch zehrenden Arbeit, hat sich Lucie eine Auszeit gewünscht. Es war wohl auch der Moment, darüber nachzudenken, das Kind zu entlassen und Luft für Neues zu holen. Als letztes Engagement forcierte sie die Zusammenlegung von Förderverein und Genossenschaft: mit der Gründung der Baugenossenschaft erwies sich der Förderverein als zunehmend obsolet - das Ziel der Förderung war sozusagen erreicht. Hinzu kam, dass es auch bei den internen Prozessen viele Überschneidungen und somit auch Einsparungsmöglichkeiten gab - so fanden während der letzten beiden Jahre alle Vorstandssitzungen im Plenum statt, also Vorstände von Förderverein und Genossenschaft gemeinsam. Mit der Zustimmung zur Auflösung des Fördervereins an der letzten Mitgliederversammlung konnte die Zusammenlegung vollzogen werden.

Alle Vorstände, alle Mitglieder und GenossenschafterInnen, alle BewohnerInnen, alle MGP-Ost-Verbundenen möchten dir, liebe Lucie, für deine immense Arbeit, dein Engagement, deine Ideen, und die wertvollen - konstruktiven wie auch kontroversen - Diskussionen danken. Ohne dich wäre die Genossenschaft nicht so weit gediehen und weiter im Wachsen begriffen. Wir sind sicher, dass du uns aktiv und passiv verbunden bleibst und darauf freuen wir uns.

Claus Peter Taeterow

Mitgliedschaft ehemaliger Fördervereinsmitglieder in der Genossenschaft

[BM] Mit der Auflösung des Fördervereins sind die Vereinsmitglieder heimatlos geworden. Wie an der Hauptversammlung erwähnt, möchten wir die Vereinsmitglieder, die noch nicht Mitglieder der Genossenschaft sind und MGP – Mehrgenerationen Ost verbunden bleiben wollen, gerne auffordern Genossenschafterin oder Genossenschafter zu werden. Auf unserer Homepage finden sie das online-Beitrittsformular , welches Sie uns übermitteln können.

Daraufhin bestätigen wir Ihnen die Aufnahme als GenossenschafterIn und übermitteln Ihnen die Bankkoordinaten für die Überweisung des einmaligen Genossenschaftsanteils von Fr. 100.-. Es steht Ihnen aber auch frei, einen höheren Genossenschaftsanteil zu zeichnen. 

Lassen Sie sich auf der Homepage bitte nicht verwirren. Aus Anlass der Auflösung des Fördervereins überarbeiten wir gerade den gesamten Internetauftritt. Das nimmt aber noch einiges an Zeit in Anspruch. Ignorieren Sie bitte alle Hinweise auf den Förderverein, sie sind nicht mehr gültig

Zweite ordentliche Hauptversammlung der Genossenschaft

[BM] Für unsere zweite ordentliche Generalversammlung unserer Genossenschaft interessierten sich 20 unserer bis dahin 40 GenossenschafterInnen. Ein beachtliches Interesse. Die Vorstellung der doch trockenen Zahlen zur Jahresrechnung 2016 gestaltete sich angenehm abwechslungsreich dank zahlreicher Fragen eines Votanten. 

Der Vorstand wird in diesem Jahr trotz Austritt von Jostein Aaserud zahlreicher. Die Vorstandsmitglieder Claus Peter Täterow, Dorothee Bachmann und Angela Tsering des Fördervereins sind neu in den Vorstand der Genossenschaft gewählt worden. Lucie Sauter hat bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass sie die Vorstandsarbeit nach ihrem Fördervereins-Präsidentinnen-Sabatical nicht mehr aufnehmen und sich anderen Themen widmen will.

Jostein möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich für seine sehr konstruktive, beharrliche Mitarbeit im Vorstand, während leider nur eines Jahres, herzlich danken. Er kann uns wegen zu stark gewachsenen beruflichen Ansprüchen unglücklicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen.

An seiner ersten Sitzung nach der Hauptversammlung hat sich der Vorstand wie folgt konstituiert:

Präsident

Bernhard Müller

Vizepräsident

Philipp Weber

Aktuarin

Dorothee Bachmann

Fachgruppenleitung

 

Administration

Bernhard Müller

Coaching

Ruth Bärlocher

Kommunikation / Vernetzung

Angela Tsering

Newsletter / Homepage

Philipp Weber

Projektentwicklung

Claus Peter Täterow / Rolf Giezendanner

Neue Webseite www.alte-drogerie-trogen.ch

[BM] Seit ein paar Wochen ist die neue Webseite der Alten Drogerie aufgeschaltet. Hier kann alles über die laufenden Veranstaltungen, aber auch über die Mietmöglichkeiten von Gästestudio, Mehrzweckraum und Küche nachgelesen werden. Auch ist darin zu erfahren, dass wir seit dem 20. Mai einen neuen Laden in der Alten Drogerie haben: Angela Bühlmanns www.bio-ohne.ch empfehlen wir herzlichst, kennen zu lernen.

Die gut ausgestattete Küche im Erdgeschoss wartet übrigens auf kochaffine Männer (oder andere kochbegeisterte Gruppen), die ihr Können hier umsetzen wollen. Hier lässt es sich wunderbar kochen, über Essen und die Welt philosophieren und mit der Einladung von Gästen überprüfen, ob alles auch so ankommt, wie man es sich vorgestellt hat. 

Soirée fixe

[BM] Wer sich hingegen lieber bekochen lassen möchte und dabei interessante neue Leute kennenlernen will, ist an der Soirée fixe in der Alten Drogerie jeweils am 17. jeden Monats am richtigen Ort. Der Abend steht allen Kontaktfreudigen offen. Themen sind keine vorgegeben, sondern ergeben sich aus der Zusammensetzung der Gäste. So können Diskussionen über Wohnformen entstehen, aber auch über alles Mögliche von Rosenpflege bis Kulturpolitik. Wir sitzen also am grossen Tisch, pflegen die Gesprächskultur und geniessen, was die Köchin Dorothee Bachmann an saisonal Passendem aufdeckt. Für Essen und Wein wird ein kleiner Obulus von 20 Franken in den Korb gelegt.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

[BM] Am 3. Mai konnte das gesuchsfertige Projekt der Bevölkerung an einem Informationsanlass in den Räumen unseres zukünftigen Projektes in Rehetobel vorgestellt werden. Anhand des Modells und der Pläne konnten sich zahlreiche Nachbarinnen und Interessenten aus dem Dorf über unser Vorhaben informieren. Die an der Projektentwicklung aktiv Beteiligten der Denkmalpflege, des Heimatschutzes und der Baukommission standen für Fragen zur Verfügung. Das in derselben Woche eingereichte Baugesuch lag bis zum 29. Mai auf. In dieser Zeit ist, sicher auch dank der fortlaufenden Information der Nachbarn und Bevölkerung, keine Einsprache eingegangen. Mit der Baubewilligung dürfen wir also in Kürze rechnen.

Unter dieser Voraussetzung planen wir den Baubeginn auf den Herbst 2017 und die Fertigstellung optimistisch auf das späte Frühjahr 2018.

Für einen kleineren Gewerbeteil neben dem Café und für unsere attraktiven Wohnungen, vom Studio bis zur 5-Zimmer-Wohnung, von der Single- über die Familien- zur Wohngemeinschaftswohnung, ist es nun eine gute Zeit, sich zu bewerben. Nach dem Konzept MGP können Interessierte an der Entwicklung der Gemeinschaft und der Räume aktiv mitarbeiten. Interessierte melden sich bitte bei Bernhard Müller.

Die Wohnwerkstatt bedeutet auch eine vorteilhafte Anlagemöglichkeit. Ihre langfristige Kapitalanlage können wir Ihnen im Vergleich zu Kontokonditionen attraktiv verzinsen und sicherstellen. Nähere Details besprechen Sie ebenfalls gerne mit Bernhard Müller.

Projekt Notkersegg

[BM] Ende März konnten wir ebenfalls das Baugesuch für unser 5-Familienhaus in St. Gallen-Notkersegg einreichen. Dieses musste leider nochmals überarbeitet werden, bezw. mit zusätzlichen, aufwändigen Dokumentationen ergänzt werden. Die Stadt verlangt als Grundstückseigentümerin und Baurechtsgeberin ein weitgehendes Mitspracherecht, weshalb der Stadtbaumeister, wie bei allen anderen stadtbetroffenen Projekten, auch bei unserem mitentscheiden soll. Und das über alle Festtagsurlaube und gefüllter Terminagenda. Dazu braucht er natürlich detaillierte Unterlagen und Zusatzinformationen, ohne die er nicht seriös beurteilen könnte. Dass von dieser Extraschlaufe schon wieder unsere Interessenten betroffen sind, bedauern wir sehr. Deren Geduld wird wirklich über jedes erdenkliche Mass strapaziert. Wir bedanken uns bei Ihnen ausdrücklich für die immer wieder erklärte Treue und hoffen mit ihnen, dass der bei Eingabe geplante Termin für die Baubewilligung keine wesentliche Verzögerung mehr erfährt.

Ein neuer kleiner Laden in Trogen – in der Alten Drogerie!

[DB] MGP Ost freut sich sehr über weiteres neues Leben in der Alten Drogerie. Angela Bühlmann, 35, hat am 20. Mai den kleinen Laden BIO-OHNE eröffnet! Sie wohnt mit ihrem Partner und zwei Kindern etwas ausserhalb von Trogen, mit Hühnern, Katzen und Hund. Im Werkheim Neuschwendi betreut sie Menschen mit Beeinträchtigung und hat daneben noch Energie genug, einen bereits lange gehegten Wunsch nun endlich in Erfüllung gehen zu lassen. Wir haben Angela interviewt, was es mit www.bio-ohne.ch auf sich hat. 

Dorothee Bachmann (db): Angela, was ist BIO-OHNE? 
Angela Bühlmann (ab): BIO-OHNE ist ein Laden, in dem Lebensmittel ohne Plastikverpackung verkauft werden. 

db: Wie bist du auf diese Idee gekommen? 
ab: Lebensmittel ohne Plastikverpackung kaufen zu können - das treibt mich schon lange um. Heute ist der ständig anwachsende Abfallberg ein permanentes Problem. Die Gesellschaft sollte Mittel und Wege finden, um vom Plastik wegzukommen. Zum Glück wird das Thema wahrgenommen und wir alle werden achtsamer. Einen Weg zur Reduktion von nicht wiederverwendbarem Verpackungsmaterial möchte ich anbieten.

db: Wie kann ich als Konsumentin von Plastikverpackungen wegkommen? 
ab: Das ist im Grunde genommen sehr einfach: offene Produkte kaufen. Bei mir im Laden biete ich die verschiedenen Getreide, Hülsenfrüchte, selbst den Kaffee in offenen Gebinden an und die Kundin kommt mit eigenen Papier- oder Stoffsäckchen oder auch Gläsern, die dann mit der gewünschten Menge von was auch immer gefüllt werden. Die Produkte für den Laden kaufe ich bereits ohne Verpackung ein - so hole ich zB den frisch gerösteten Kaffee direkt bei der Rösterei in St. Gallen. Spannend ist ja, dass im Moment gesamtschweizerisch mehr und mehr solcher Läden eröffnet werden. Es ist etwas Neues, das zunehmend auf Akzeptanz stösst - und auch neugierig macht. 

db: Recycling spielt in BIO-OHNE eine grosse Rolle?
ab: Unbedingt! Gläser und Säckli können immer wieder verwendet werden. Gläser und ähnliches werden einem kreativen Upcycling unterzogen, dh sie erhalten einen anderen Verwendungszweck. 

db: Welche Produkte bietest du an? 
ab: Da sind zum einen die verschiedenen Getreide wie Dinkel, Weizen, Roggen, Hafer, Grünkern, Boulgour etc., dann eine Auswahl an Hülsenfrüchten wie Kichererbsen, Puylinsen, gelbe Linsen usw.. Aber auch frisch gerösteter Biokaffee aus Guatemala, Teesorten, Gewürze, Trockenfrüchte, Nüsse, diverse Teigwaren, Rohrzucker und Birkenzucker, Öl und Essig. Nicht zum Essen, aber mir auch wichtig sind Reinigungsmittel (Sonett). Das Sortiment wird laufend erweitert und angepasst und die Wünsche der Kundschaft finden wenn möglich Gehör. Zudem können Körner bei mir frisch gemahlen oder geschrotet und Flocken gepresst werden.

db: Bei welchen Lieferanten kaufst du ein?
ab: Ich berücksichtige nach Möglichkeit Produzenten aus der näheren Region. Das sind beispielsweise die feinen Teesorten von Vivavita aus Trogen, das Kreativmus von Fabian Wagner aus Trogen, den Kaffee von Baumgartner St.Gallen, die Produkte vom Werkheim Neuschwendi. Weitere Produkte werden über Biopartner bezogen, den gesamtschweizerisch tätigen Biovertrieb sowie über die Lebensmittelgemeinschaft der Guardians (wurden im Newsletter 01/2017 vorgestellt). 

db: Gibt es nach dem Einkauf auch noch die Möglichkeit einen Kaffee zu geniessen? 
ab: Genau, das wäre schön, wenn sich die Leute diese Zeit nehmen würden. Eine Kaffeemaschine steht bereit und bei schönem Wetter können wir draussen hoffentlich an der Sonne sitzen. Für Trogener, die selber etwas Gutes herstellen, biete ich mit dem Laden auch noch die Möglichkeit, ihr Produkt jeweils einen Monat lang vorzustellen. Als Erste werden wir Barbara Hagmann kennenlernen mit ihrem hausgemachten Massageöl.

Öffnungszeiten: Montag 9 – 12 Uhr, Mittwoch 9 – 11.30 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr

Newsletter 3 - September

Inhalt

• Strategie Innenentwicklung in Ortskernen entsprechend neuem Raumplanungsgesetz
• Auswirkung Strategie Gemeinde Rehetobel auf Projekt Wohnwerkstatt
• Interview mit Sonja Lüthi
• Freie Wohnungen in der Alten Drogerie
• Sprachencafé

Strategie Innenentwicklung in Ortskernen

Nicht nur Städte, auch kleine Gemeinden müssen in der Raumplanung aktiver werden und die Chancen ergreifen, die die Innenentwicklung für die Dorfzukunft bietet. Das bedeutet, eine Strategie für das Dorf erarbeiten. In Arbeitsgruppen mit Einheimischen, Grundeigentümern, allen beteiligten Ämtern und beratenden Fachinstitutionen Ideen für die wirtschaftliche und räumliche Zukunft finden und umsetzen. Aktiv werden heisst auch, Hauseigentümer konsequent nach diesen Zielen aktiv planerisch beraten und unterstützen, Testplanungen anregen und Fördergelder budgetieren oder akquirieren, Detailhändler und Dienstleister kontaktieren und motivieren. Aktiv werden heisst auch, Bewusstsein zu schaffen, dass Innenentwicklung nur gemeinsam mit einem Mobilitätskonzept stattfinden kann und altbekannte Planungskennzahlen nicht mehr aufrecht erhalten bleiben können.

Seit gut drei Jahren ist das neue Raumplanungsgesetz RPG in Kraft. Es setzt der zuvor über Jahrzehnte betriebenen Ausdehnung der Siedlungen enge Grenzen. Neu müssen die Siedlungen in ihrem Innern, in den bestehenden Bauzonen wachsen – die Ausscheidung neuer Bauzonen wird zur Ausnahme werden. Das Schlagwort dazu lautet «Innenentwicklung» oder Verdichtung.

Grössere Städte konnten seit vielen Jahren Erfahrung mit der Innenentwicklung sammeln, Dörfern fehlt diese oft noch vollständig. Viele Dörfer verfügen zwar über Baulücken und schlecht genutzte Gebiete, die sich verdichten liessen. Doch kämpfen sie mit substanziellen Problemen: Der Ortskern entleert sich. Die letzten Läden und Dienstleister drohen zu schliessen. Liegenschaften werden nicht mehr unterhalten und drohen zu zerfallen. Es fehlt an Investoren und Bauwilligen, die nachhaltig in die Erneuerung im Dorfinnern investieren würden. Gewisse Gebäude stehen unter Ortsbildschutz, so dass sie sich nur mit grosser Sorgfalt entwickeln lassen. Viele Dörfer plagen Autoschwemmen, auch weil viele Einwohner extern arbeiten und zum Einkaufen ins nächste Einkaufszentrum fahren.

Strategisch planen und führen – auch im Dorf

Ohne eine strategische Planung geht es nicht (mehr) – Ortsplanung ist heute mehr als das Zeichnen von Zonenplänen oder Lesen von Reglementen. Es muss eine individuelle Strategie erarbeitet werden, eine Vorstellung von der Zukunft. Der Gemeinderat sollte – mit der Bevölkerung – definieren, wo und wie er das Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten ansiedeln will, wie er Natur und Landschaft gewichtet und Mobilitätsbedürfnisse befriedigen will. Diese Vorstellung kann in einem Leitbild, einem Entwicklungskonzept oder einem kommunalen Richtplan festgehalten werden. Weiss eine Gemeinde einmal, welche Entwicklung sie will, kann sie diese beeinflussen.

Innenentwicklung ist Aufgabe Gemeinderat
 
Innenentwicklung ist Chefsache. Der Gemeinderat muss den Lead übernehmen. Er muss Leerstände und Verdichtungspotenziale ermitteln, auf Grundeigentümer und mögliche Geldgeber zugehen, Frequenzbringer wie Kulturangebote oder Kliniken/Heime ins Zentrum holen, jungen Start-ups ungenutzte Räume und bestehende Immobilien günstig anbieten, Sanierungen fördern, und dafür sorgen, dass keine weiteren Verkaufs- und Freizeitkomplexe in der Peripherie von Städten angesiedelt werden. Hilfreich kann sein, einen Dorfkernbeauftragten zu engagieren.

Woher kommt das Geld?
 
Gute Ideen – etwa die Verbesserung des Angebots oder die Reduktion des Bedarfs von Autostellplätzen im Dorfkern – können umgesetzt werden mit Eigenkapital, Fremdkapital (z.B. Banken), aber auch dank Spenden, Gönnern, staatlichen Fördergeldern aber auch privaten Investoren. Ein Car-sharing-Fahrzeug erspart bis zu 9 Privatautos und damit Autoabstellplätze. Eine gemeindeeigene Sammelgarage entlastet die engen Dorfstrassen.

Und Rehetobel als Beispiel?
 
Mit dem mit der Bevölkerung entwickelten Leitbild wurde in Rehetobel ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht. Zusammen mit der Fachhochschule Chur wurden vom Gemeinderat mit dem Baumemorandum erste Strategieansätze zur Ortskernentwicklung ausgearbeitet.

Dies hat uns ermutigt, unter aktiver Beteiligung von Denkmalpflege, Fachhochschule, Heimatschutz aber auch Vertretern der Baukommission über Monate ein gemeinnütziges Projekt mit Zentrumsnutzen für die Gemeinde durch Tagescafé und Läden zu entwickeln. Im ganzen Dorf herrschst Vorfreude auf die Umsetzung. Keine einzige Einsprache ist gegen unser aufgelegtes Projekt eingegangen.

Die schlussendliche Baubewilligung könnte aber noch am Nachweis der nach alter Bauordnung zu erstellenden Autoabstellplätze und somit an der vorausschauenden, gesetzeskonformen Umsetzung der neuen kantonalen und bundesrechtlichen Raumplanungsvorschriften scheitern. Nach wie vor wird nach alten Mustern auf der völlig ungeeigneten Parzelle die Erstellung von unsinnig vielen Parkplätzen verlangt - notfalls auch durch ernsthaft vorgeschlagenen Abriss wertvoller Gebäudesubstanz - und das sich mit passender Unterstützung zukünftig verändernde Mobilitätsbedürfnis offenbar ausgeblendet.

Auf Wunsch und Aufforderung des Gemeinderates von den Investoren teuer erstellte Vorschläge zur gemeinsamen Parkierungslösung (Projekt- und Gemeindebedürfnisse befriedigend) wurden trotz ausschliesslichem Investorenengagement (d.h. ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde) vom Gemeinderat schlussendlich als private Einzellösung ohne Gemeindenutzen und ohne Verbesserungspotential betrachtet und somit das Projekt als plötzlich nicht mehr bewilligungsfähig tituliert. Ohne vorab beschlossene Strategie fehlt dem Gemeinderat wohl das nötige Instrument zur Durchsetzung eigener, übergeordneter, ortskernverbessernder Ziele.

Der Gemeinderat ist aber offenbar trotzdem bemüht, aus diesem Dilemma einen Weg zu finden und wir sind überzeugt und drücken ihm die Daumen, dass ihm das gelingen wird.

Bernhard Müller

Einleitende Textpassagen sind teilweise Veröffentlichungen der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN entnommen.

Interview mit Sonja Lüthi

Kandidatin St. Galler Stadtrats-Ersatzwahl 2017 vom 24. September 2017

MGP: Was verstehen Sie unter Mehrgenerationen-Projekten?

Sonja Lüthi: Ich habe MGP Ostschweiz über meinen Mann kennen gelernt, und weiss von daher, dass sich die Genossenschaft MGP für gemeinsamen Wohnraum für Jung und Alt engagiert. Als Stadt-St. Galler Politikerin wollte ich die Stadt jedoch nicht verlassen, weshalb die Wohn-Projekte ausserhalb der Stadt für uns weniger in Frage kamen. Über MGP haben wir jedoch unsere Nanny kennengelernt - das ist für mich aktuell das konkreteste «Mehrgenerationen-Projekt». Sie unterstützt uns wöchentlich im Haushalt und passt auf unsere kleine Tochter auf. Unsere Aline ist für sie ein bisschen wie ein Enkelkind-Ersatz - sie freut sich, unsere Aline beim Gross-werden zu begleiten. 

Vielleicht könnte St. Gallen an Beliebtheit gewinnen, wenn hier gute Bedingungen für junge Familien geschaffen werden, damit auch Mütter ihr berufliches Potential besser entfalten. Insbesondere alleinerziehende Mütter sind später häufig auf Sozialhilfe angewiesen, weil der Arbeitsmarkt eine lange Elternzeit kaum honoriert. Weiter könnten erfahrene Mütter im Vorpensionsalter eine wertvolle Arbeit zur Entlastung junger Eltern finden.

MGP: Inwiefern haben Sie in Ihrer aktuellen Wohnsituation Kontakt zu verschiedenen Generationen?

Sonja Lüthi: Lange haben wir in St. Gallen mit anderen MGP-Interessenten geeignete Mehrfamilienhäuser gesucht – leider vergeblich. Wenige Monate nach der Geburt unserer Tochter wurde uns eine Wohneinheit in einer ehemaligen Spinnerei mit grossem Gemeinschaftsgarten und Gemeinschaftsräumen angeboten – da haben wir zugeschlagen. Vor 30 Jahren haben hier 8 junge Familien bezahlbaren Wohnraum gefunden – nun sind wir ein verjüngendes Mehrgenerationen-Element. Interessanterweise hat sich hier das Genossenschafts-Modell nicht bewährt, die Wohneinheiten wurden vor einiger Zeit in Stockwerkeigentums-Einheiten überführt. Ich finde es jedoch sinnvoll, dass die Stadt Land im Baurecht abtritt und gemeinnützigem Wohnungsbau Vorrang gibt. Die Stadt St. Gallen verfügt über viele Liegenschaften, die im Sinne von Mehrgenerationsprojekten genutzt werden könnten.

MGP: Wie stellen Sie sich Ihr Leben mit über 70 Jahren vor?

Sonja Lüthi: Auch wenn die Altersheime ihr Bestes geben – kaum jemand zieht wohl gerne dort ein. Ich würde wohl den Kontakt zur Enkel-Generation aktiv pflegen – zu eigenen oder benachbarten. Als Zugezogene merken wir in der aktuellen Eltern-Situation, dass uns die wertvolle Grosseltern-Unterstützung etwas fehlt – sofern willkommen würde ich vielleicht auch zu meinen Kindern ziehen, um sie zu unterstützen. Den fit gebliebenen Senioren sei ein ruhiger oder welten-bummelnder Lebensabend gegönnt – für mich hätte jedoch wohl der Nachwuchs Priorität. Die Verbindung zwischen den Generationen stelle ich mir allseitig bereichernd vor – heute erlebe ich dies über die Familien-Grenzen hinaus als sehr wertvoll.

In der Alten Drogerie werden zwei wunderschöne Wohnungen frei!

Zwei grosse Wohnungen in der Alten Drogerie - die in Kürze frei werden, möchten wir euch heute vorstellen. Die Wohnung im 3. Stock bezeichnen wir als Familienwohnung, allein von ihrer Grösse her. Während die Wohnung im 4. Stock mit ihrem ungewöhnlichen Raumzuschnitt eher für eine Person gedacht ist.

Das Haus, beheizt mit Holz-Fernwärme, verfügt über eine zentrale Warmwasserversorgung und eine gemeinsame Waschküche mit zwei Waschmaschinen. Es ist mit einem Lift erschlossen und der Gartensitzplatz wird von allen Bewohnenden genutzt.

Wir wünschen uns GenossenschafterInnen, die einen Kontrapunkt setzen zu anonymisiertem Wohnen, die sowohl ein lebendiges Hausleben schätzen wie ihren eigenen Rückzugsort. Damit haben sie zugleich als Mitglied der Hausgruppe ein Mitspracherecht in vielen Belangen.

Die Wohnung in der 3. Etage zeichnet sich besonders aus durch die beiden sehr grossen und gut besonnten Räume (die sich - je nach Bedarf - gut unterteilen lassen). Küche und Essplatz sind mit dem grosszügigen Balkon verbunden. Echtes Eichenholzparkett ergibt zusammen mit den sichtbaren Strickwänden (mit heller Ölfarbe gestrichen) und den restaurierten Fenstern/Vorfenstern eine angenehme und ungekünstelte Atmosphäre.

Die Wohnung in der 4. Etage ist ganz etwas Besonderes: Ein riesengrosser Raum mit zehn Fenstern zum Dorfplatz hin lädt ein zu unkonventionellem Wohnen - wenn gewünscht. Küche, Essen und Entrée sind nicht unterteilt, hier geht es auch zum Balkon, auf dem die Sonne vom Mittag bis zum Abend scheint. Zwei grosse Dachabseiten (Estriche) erhalten Licht und Luft durch Dachfenster und bieten aussergewöhnlich viel Stauraum. Die gesamte Wohnung zeigt naturbelassene Strickwände, die zusammen mit den alten Türen, Fenstern und Beschlägen das vergangene Jahrhundert Revue passieren lassen.

Wir möchten gerne in der Alten Drogerie ein Sprachencafé initiieren!

Das Sprachencafé soll ein Ort sein für Menschen mit Interesse an fremden Sprachen und Kulturen und anderen Nationalitäten. Es soll regelmässig ein Treffen in gemütlicher Atmosphäre in der Alten Drogerie in Trogen stattfinden. An warmen Tagen auch im Garten. 

Angesprochen werden dabei alle, die an einem gemeinsamen Fremdspracherwerb und Kommunikation interessiert sind. Die Konversation erfolgt in Gruppen. Diese treffen sich an Tischen, die für die jeweilige Sprache ausgeschrieben sind. Die Kommunikation in einer Gruppe spiegelt tatsächliche Konversationen aus dem Alltag wider und eignet sich auch für Sprachanfänger, um flüssig gesprochenen Dialogen zuzuhören, um diese zu verstehen. Die Teilnehmenden können also durchaus verschiedene Levels haben. 

Die begleitenden Personen haben muttersprachlichen Hintergrund oder sind gut bewandert in der entsprechenden Sprache. Vereinzelt werden Themen zur Konversation vorgeschlagen, meistens ergeben sich diese jedoch automatisch im Gespräch.

Angebote Sprachen z.Z. sind Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Norwegisch.

Dauer: rund 2 Stunden

Kosten: freiwillige Kollekte zur Deckung der Unkosten, ein Teil davon geht an die begleitenden Personen. Natürlich gibt es im Sprachencafé auch Wasser, Kaffee, Tee und Kekse. 

Je nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden können die Zeiten noch festgelegt werden.

Für weitere Informationen und Anmeldungen kontaktiert: 
Irene Fischbacher, irenefisch@hispeed.ch,  078 834 65 12
Dorothee Bachmann, dorothee.bachmann@gmail.com, 079 677 78 84

Archiv 2016

Newsletter 1 - Februar

Inhalt

Stand Bauarbeiten Alte Drogerie Trogen
Die neue Hausgemeinschaft der Alten Drogerie
Projekt St.Gallen
Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel
Projekt Schloss Horn
Quartierentwicklung im Grossraum St.Gallen
Weitere Projekte
Mitgliederporträt Heini Studer-Lüthi, Fachgruppe EG Bau
Vorankündigung Hauptversammlung
Referat Fred Frohofer, Zukunft Schweiz an der Immo Messe
Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

Bereits Anfang Jahr stehen wir vor grossen Herausforderungen. Wir arbeiten an der Weiterentwicklung von Projekten, die letztes Jahr in der Vorplanungsphase waren. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten der konkreten Zusammenarbeit mit Institutionen, Fachpersonen und Investoren. MGP Ostschweiz wird immer mehr als zukunftsträchtige Organisation wahrgenommen und die Leute bieten uns vermehrt ihre Unterstützung an – oder wenden sich an uns mit ihren Wünschen, ihren Visionen und ihren Träumen. Deshalb suchen wir weitere Liegenschaften, die sich für MGP Projekte eignen. Vom 18. – 20. März werden wir an der Sonderschau „Wohnen für Generationen“ an der Immo Messe in St. Gallen vertreten sein. Wir freuen uns auf euren Besuch.  Bitte beachtet insbesondere am Sonntagnachmittag das MGP-Referat im Vortragsforum.

Weitere Informationen Immomesse Schweiz

Herzliche Grüsse
MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Stand Bauarbeiten Alte Drogerie in Trogen

Nur noch zwei Wochen bis zum Einzugstermin! Und es sieht gut aus!

Das Haus erinnert mehr denn je an einen Ameisenhaufen - überall wird gewerkelt, es wird gesägt, geschliffen, gebohrt, es staubt und es lärmt: Sanitäre und Plattenleger, Zimmerleute und Schreiner. Maler, die sich hinter ihre Staubwände zurückziehen und aus schön gemalten Zimmern wieder zum Vorschein kommen. Elektriker haben bereits mehr als 1 km Schläuche verlegt. Die oft kniffligen Verbindungen der neuen Liftkonstruktion zur bestehenden Haussubstanz erfordern Diskussionen und Beratungen vor Ort mit allen Beteiligten - und können zufriedenstellend gelöst werden. Das ist sehr typisch bei diesem Umbau: miteinander Lösungen finden für Fragestellungen, die erst während des Umbaus auftauchen.

Die Stimmung auf der Baustelle ist gut, obwohl gleichzeitig so viele Menschen auf engem Raum arbeiten. Die Fensterbauer haben in ihrer Werkstatt lange wie im Geheimen gewirkt, treffen zur vereinbarten Zeit ein und bauen in die oftmals schiefen Wände der Drogerie neue Fensterrahmen ein. Die wunderbar restaurierten oder neu gebauten Fenster sitzen dicht und gut. Eine Freude zum Anschauen. Die Böden erhalten neue Eichendielen, die im Farbton mit den Strickwänden harmonieren. Aus dem ehemaligen Heizöltankraum wurde ein schöner Gewölbekeller geschaffen.

Im November bauten wir das Gerüst an drei Seiten ab. Dann folgte der spektakuläre Einbau der Liftkonstruktion mittels eines riesigen Kranes. Seit auch die Balkone mit ihrem grünlich schimmernden Glasboden und der feinen Metallkonstruktion montiert sind, können die Trogener endlich die neue und spannende Hausrückseite bestaunen.

Die neue Hausgemeinschaft der Alten Drogerie

Nicht mehr lange, und die ersten Bewohner ziehen in der Alten Drogerie ein. Vorausgegangen ist seit Herbst letzten Jahres ein intensiver Prozess in der Gruppenbildung der Hausgemeinschaft. Interessenten und Mitbewerber trafen sich regelmässig zum Kennenlernen der unterschiedlichsten Persönlichkeiten, Familienkonstellationen, Berufungen und Hobbys, die sich da unter einem Dach finden wollen. Es wurden Wünsche und Vorstellungen ausgetauscht, Diskussionen möglicher Nutzungen der Gemeinschaftsräume geführt und Themen rund um Kostenmiete, Pflichtanteile und Abgrenzung der Lasten der Gemeinschaftsräume verhandelt. Und dann vermutlich zuhause noch vertieft studiert, gebrütet und besprochen. Einige Interessenten haben sich nach reiflichen Überlegungen wieder zurückgezogen. Andere sind noch mitten im Prozess der Entscheidungsfindung oder neu hinzu gestossen oder haben sich bereits definitiv dafür entschieden. Anfang Dezember konnten wir mit drei zukünftigen Bewohnern die ersten Mietverträge abschliessen. So werden Irene, Regula und Andreas die Single-Wohnungen im Haus beleben. Sie zeigen, dass ältere Menschen neuen Wohnformen gegenüber offen sind und ermutigen dadurch weitere interessierte Menschen, sich der Hausgemeinschaft anzuschliessen. Nicht zuletzt wegen der Weihnachtszeit geriet der Prozess etwas ins Stocken, nimmt jetzt aber wieder Schwung auf. Die bestehenden Mieter durften junge Interessenten kennenlernen. Schon mit oder (noch) ohne Kinder, aber immer voller Energie und Ideen für ihr Leben. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald weitere zukünftige Bewohner vorstellen dürfen.

Projekt St. Gallen

Von der Stadt St. Gallen haben wir einen Baurechtsvertrag in Aussicht gestellt erhalten für eine teilweise noch bewohnte, ältere Liegenschaft. Das Haus steht an sonniger und ruhiger Wohnlage, in unmittelbarer Nähe einer Naherholungszone. Die Haltestelle öffentlicher Verkehrsmittel befindet sich unweit des Hauses. Das Projekt sieht vier Wohneinheiten und ein Studio vor. Die Vorfinanzierung ist durch eine Kerngruppe gesichert, und der Gruppenbildungsprozess wird ab Mitte Februar in die aktive Phase treten.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Das Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel entwickelt sich langsam weiter. Die Gemeinde Rehetobel und die Denkmalpflege des Kantons Appenzell Ausserrhoden stehen dem Projekt wohlwollend gegenüber und unterstützen es nach Kräften. Das Haus steht in der Kernzone und gleichzeitig in der Ortsbildschutzzone, weshalb erhöhte baurechtliche und gestalterische Anforderungen bestehen. Die Baurechtsabklärungen bezüglich Teilabbruch und Erhöhung der Anzahl Geschosse sind erfolgreich verlaufen. Nun sind wir bzw. unser Architekt mit Unterstützung des Heimatschutzes Appenzell a.Rh. in der Evaluation der optimalen Gebäudeerscheinung und -integration in die Ortsbildschutzzone.

Projekt Schloss Horn

Aktuell sind wir in intensiven Verhandlungen mit potenziellen Investoren. Wir hoffen, in Kürze von Erfolgen berichten und bald mit dem Bau von 17 - 19 Wohnungen auf dem Schlossareal und mit der Schaffung von Kultur- und Arbeitsplätzen im Schloss selber beginnen zu können.

Weitere Projekte

In Waldkirch sind wir in Abklärungen über eine interessante Zentrumsliegenschaft mit Baulandreserve, die noch nicht auf dem offiziellen Immobilienmarkt ausgeschrieben ist.

Kennen oder besitzen Sie eine Liegenschaft, die für ein MGP-Projekt geeignet wäre? Dann kontaktieren Sie uns doch bitte für ein unverbindliches Gespräch.

Vorankündigung Hauptversammlung

Am Montag, 21. März 2016, findet um 18.30 Uhr die Hauptversammlung von MGP Ostschweiz statt. Wir freuen uns, dass wir diese erstmals in der Alten Drogerie in Trogen durchführen können und bitten Sie, sich den Termin bereits heute vorzumerken. Die Einladung mit Traktandenliste folgt in Kürze.

Quartierentwicklung im Grossraum St. Gallen

In Zusammenarbeit mit einer Stiftung, involvierten Immobilienbesitzern, Institutionen und weiteren Fachpersonen beabsichtigen wir, uns für die Aufwertung und Wiederbelebung eines Ortszentrums im Grossraum St. Gallen zu engagieren. Im historischen Zentrum soll moderner Wohnraum entstehen, der die Nachbarschaftsentwicklung fördert. Die Mischnutzung der Immobilien durch zusätzliches Gewerbe, Dienstleistungs-, Freizeit- und Kulturangebote soll eine hohe Lebensqualität im Sinne des MGP-Konzepts ermöglichen.

Mitgliederporträt Heini Studer-Lüthi, Fachgruppe EG Bau

Ich (37) bin Mitte 2013 gemeinsam mit meiner Frau aus der Region Bern nach St. Gallen gezogen. Seit dem 8. Januar 2016 sind wir glückliche Eltern einer bezaubernden Tochter, Aline. Als Energieingenieur NDS habe ich mich in Bern für die erste autofreie Siedlung engagiert. Ich würde gerne eines Tages in St. Gallen ein ähnliches Projekt bewohnen. Energieoptimiert natürlich. Oder zusammen mit Gleichgesinnten - jungen Familien, aber auch erfahrenen Senioren - ein Mehrfamilienhaus in der Region St. Gallen erwerben. Wenn möglich mit grossem Garten, Aussicht und grossem Dach für eine Solaranlage. Im Hinblick auf die werdende Familie finde ich die Mehrgenerationen-Betreuungs-Idee sympathisch.

Vorankündigung Hauptversammlung

Am Montag, 21. März 2016, findet um 18.30 Uhr die Hauptversammlung von MGP Ostschweiz statt. Wir freuen uns, dass wir diese erstmals in der Alten Drogerie in Trogen durchführen können und bitten Sie, sich den Termin bereits heute vorzumerken. Die Einladung mit Traktandenliste folgt in Kürze.

Referat Fred Frohofer, Zukunft Schweiz an der Immo Messe

Am 19. und 20. März 2016 greifen im Vortragsforum spannende Referate das Thema „Wohnen für Generationen“ auf und bieten vertiefte Einsichten. MGP Ostschweiz ist am Sonntag, 20. März 2016, mit einem Referat von Fred Frohofer, Vorstandsmitglied Neustart Schweiz, vertreten. Er referiert von 15.30 – 15.55 Uhr zum Thema „Immobilienmarkt im Wandel durch neue Wohnformen?“.

Programm Vortragsforum

Mitgliedschaft

MGPFreundeund Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGPProjektebeitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaftbeantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr fürordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr fürAktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden alsSpenden verbucht. Kontoinformationen: CoopBankSt. Gallen, Förderverein MGPOstschweiz, St. Gallen IBANCH32 0844 0256 3402 4200 1.Einzahlungsscheinekönnen angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive,als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren undInvestoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oderregelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an derProjektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen SieMGPProjektenauf die Beine.

Newsletter 2 - Mai

Inhalt

Abschluss Bauarbeiten Alte Drogerie
• Neue Bewohnerinnen und Bewohner Alte Drogerie
• Bericht aus den Projekten
• Mitgliederversammlungen Förderverein und Baugenossenschaft
• Russische Architekturstudenten besuchen die Alte Drogerie

In einer Zeit der grösser werdenden Gräben in der Gesellschaft hat das Management derImmomesse St. Gallen ein Zeichen gesetzt: Sie hat den regional tätigen gemeinnützigenGenossenschaften ein Forum gestellt, das Thema zur Sonderschau gemacht undgrosszügigen Platz mit einemaussergewöhnlichen Standlayout zur Verfügung gestellt.

In prominentem Ambiente wurde das Thema «Wohnen für Generationen» eindrücklichrepräsentiert. Der Stand war fast über den gesamten Zeitraum aussergewöhnlich gutbesucht.

Junge Familien waren eher in der Unterzahl. Unsere Aufgabe wird es nun sein, jungesWohnen mehr zu integrieren und zu fördern. Fred Frohofer, Vorstandsmitglied von NeustartSchweiz, hat in seinem Vortrag eindrucksvolle Beispiele aus Zürich dazu vorgestellt.

Die Spekulation, insbesondere im Stadt- und Seeraum ,wird für den Laien immer wenigernachvollziehbar. Verstaubte Grundriss- und Wohnkonzepte werden zu hochpreisigenAltersresidenzen mit horrenden Gewinnspannen aufgemotzt. Die Preisentwicklungen derletzten Jahre sind weder den gestiegenen Landpreisen, noch den gestiegenen Bau-, LohnundPlanungskosten geschuldet, sondern einzig einem boomenden Anlagemarkt, der nieerreichte Renditen verspricht. Die nach wie vor rückläufigen Bankzinsen tun ein Übriges.

In diesem Rahmen stellen die gemeinnützigen (Wohnbau)genossenschaften ein nicht zuunterschätzendes Korrektiv dar. Als Genossenschafter/in kann ich die Preisentwicklungmassgeblich verantwortlich mitbestimmen. Das Gleiche gilt für genossenschaftlicheInvestoren. Transparente Kalkulationen fördern gemeinsame Projektverantwortung undEntwicklung. Ein Einbinden der öffentlichen Hand in diese Prozesse fördert städtische undraumplanerische Entwicklungskonzepte ohne Gewinnmaximierung und ist sozialverträglich.

Auch für diesen Prozess hat die Immomesse ein Zeichen gesetzt: Das Bauen sollte wiederweniger von Spekulationsgewinnen, sondern von neuen und bewährten Wohn- undArbeitsstrukturen geprägt werden. Die Messeresonanz hat uns Mut gemacht.

Claus Peter Täterow
Vizepräsident Förderverein Mehrgenerationen Ost

Abschluss der Bauarbeiten der Alten Drogerie Trogen

Mitte März waren alle sechs Wohnungen und das Gästestudio fertiggestellt, inzwischen sind bereits vier Wohneinheiten bewohnt. Die letzten Wochen waren geprägt durch fleissige Maler, die dem Erdgeschoss mit den Gemeinschaftsräumen neue Farbe verliehen haben.

Einige Male musste der Liftmonteur seine Kenntnisse unter Beweis stellen. Unser Lift stellte aufgrund seiner speziellen Konstruktion – teilweise tiefe Raumhöhen - eine Herausforderung dar! Aber nun läuft alles wie am Schnürchen. In der Produktion sind weiterhin einige Vorfenster, sei es beim Maler oder beim Fensterbauer. Die bereits fertiggestellten Butzen- Vorfenster warten beim Kunstglaser darauf, dass unsere Fassade den letzten Anstrich bekommt und sie dann im Erdgeschoss ihren Platz finden. Der Schlussanstrich der Fassade ist dann in der Tat der letzte Akt am Haus, danach wird das Gerüst demontiert. Das wird Mitte bis Ende Mai der Fall sein. Passanten fällt aber auf, dass schon wieder gegraben wird: der Veloport ist am Entstehen. Er wird die kleine Lücke an der Niderengasse zwischen der Drogerie und dem Nachbarhaus schliessen und Platz bieten für Velos, Kinderwagen etc. Ja, und dann kommt die Aussengestaltung, die wir anhand unserer planerischen Vorgaben zusammen mit den HausbewohnerInnen entwickeln werden. Alle sind gespannt!

Aktuelle Bilder

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Alte Drogerie

Die ersten Bewohner haben ihr neues Zuhause Anfang März bezogen. Regula, Irene und Andreas – alle im Pensionsalter – bewohnen je eine 2.5-Zi-Wohnung, in der zweigeschossigen Dachwohnung ist kürzlich eine junge Familie mit Kleinkind eingezogen. Die neuen Hausbewohner gewähren uns erste Einblicke in das generationenübergreifende Wohnen und in ihre Erwartungen und Wünsche. Die junge Familie werden wir gemeinsam mit weiteren künftigen Bewohnern in einem der nächsten Newsletter vorstellen.

Regula

Nach dem Tod meines Mannes habe ich noch einige Jahre alleine in unserem Reiheneinfamilienhaus mit kleinem Garten in Herisau gewohnt. Dabei kam immer mehr der Wunsch nach Gemeinschaft und Austausch auf. Ich finde es schön, wenn Menschen unter demselben Dach wohnen und man sich gegenseitig unterstützt und hilft. Basis für eine Hausgemeinschaft in einem Mehrgenerationenhaus sind gegenseitiger Respekt und Vertrauen. An meiner neuen Wohnform gefällt mir besonders, dass sie eine gesunde Mischung aus Gemeinschaft und individuellem Rückzugsort bietet. Der Charme und das spezielle Ambiente der Alten Drogerie haben es mir auf Anhieb angetan. Die sehr gute Infrastruktur in Trogen mit Bahn, Post, Einkaufsmöglichkeiten und vielfältigem kulturellem Angebot ist mir ebenfalls wichtig.

Ein Haus wie die Alte Drogerie mit Gemeinschaftsräumen bietet viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Ich kann mir vorstellen, bei Gemeinschaftsanlässen mitzuhelfen, mich im Garten zu betätigen oder gemeinsam mit weiteren Hausbewohnern eventuell ein Angebot für Menschen mit einem Bedürfnis nach kurzen Auszeiten zu erarbeiten. Und vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, zusammen zu musizieren?

Irene

Mir wurde vor rund fünf Jahren bewusst, dass ich 57 Jahre lang nie alleine gelebt habe! Nach dem Tod meines Mannes musste ich erst herausfinden, welche Wohnform für mich künftig in Frage kommt. Dabei habe ich verschiedene Modelle geprüft und teilweise auch konkrete Erfahrungen damit gemacht. Eines Tages hat mir eine Bekannte vom Mehrgenerationenprojekt Alte Drogerie in Trogen erzählt. Eine solche Wohnform bedingt Offenheit und die Bereitschaft, sich auf die Mitbewohner/innen einzulassen. Das gefällt mir. Ich wünsche mir, dass die Mitbewohner in der Alten Drogerie meine Eigenheiten akzeptieren und möchte ihnen meinerseits mit Toleranz begegnen.

Eine Besichtigung der Wohnungen und Gemeinschaftsräume in der Alten Drogerie hat mich motiviert, nach Trogen zu ziehen. In der Gemeinschaft hier möchte ich mich um Mitbewohner/innen kümmern, jüngeren Menschen etwas weitergeben und Kinder hüten. Ich möchte auch gerne die Gemeinschaftsküche benützen z.B. für eigene Familienessen. Gemeinsames Spielen finde ich jederzeit spannend und es sind bereits Interessierte unter den bisherigen Bewohner/innen.

Andreas

Ursprünglich hatte ich mich für das Mehrgenerationenprojekt Wogeno Mogelsberg interessiert. Das Projekt ging aber für meine Bedürfnisse zu zögerlich voran. Zufälligerweise habe ich über eine Bekannte von der Alten Drogerie in Trogen erfahren und mir das geschichtsträchtige Haus angesehen. Meine heutige Wohnung hat mich spontan angesprochen, genauso wie die historischen Elemente und das wunderschöne Ambiente im Appenzeller Strickbau. Da mein ehemaliger Wohnort sehr abgelegen lag, war die Pflege von sozialen Kontakten immer mit langen Wegen verbunden. Ein neuer Wohnort musste für mich daher unbedingt zentraler gelegen sein und einen regen Austausch mit Menschen im Haus und im Quartier ermöglichen. Das ist hier in der Nähe des Landsgemeindeplatzes alles gegeben.

Ich bin Handwerker aus Leidenschaft! In meiner Werkstatt finden sich verschiedenste Werkzeuge, Kleinmaschinen, Schweissgeräte, Fräs- und Hobelmaschinen, eine Bandsäge, Gartengeräte und auch Werkzeuge für Waldarbeiten. Geplant ist, dass ich vergleichbare Dienstleistungen wie als Rent a Rentner, wo ich Mitglied bin, anbieten werde. Also von Möbelrestauration über Kunsthandwerk, Maurerarbeit, Sanitärleistungen, Holz- und Metallbearbeitung bis hin zu Garten- und Waldarbeiten. Um die Lärm- und Staubbelastung in der Alten Drogerie gering zu halten, werde ich gewisse Arbeiten extern in der Werkstatt eines Nachbarn in Trogen erbringen. Von meinen Mitbewohnerinnen wurde ich bereits das eine oder andere Mal gefragt, ob ich ihnen beim Einrichten ihrer Wohnung, bei kleineren Installationen oder auch nur bei Kleinigkeiten wie dem Aufhängen von Bildern behilflich sein könnte. Mache ich natürlich gerne! Gemeinschaft bedeutet für mich, füreinander da sein und Sorgen und Bedürfnisse miteinander zu teilen.

Projekt Notkersegg St.Gallen

In der Projektentwicklung Notkersegg sind wir einen grossen Schritt weiter gekommen. In den nächsten Tagen werden wir das Baugesuch einreichen und den Kauf- /Baurechtsvertrag abschliessen können. Mit den zukünftigen Bewohnern, der bisherigen und den vier designierten, konnten inzwischen fruchtbare Gespräche über die neue Hausgemeinschaft geführt werden.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Das in den vergangenen zwei Jahren entwickelte Projekt musste wegen Unstimmigkeiten mit dem Planungsbüro beendet werden. Wir hoffen, im nächsten Newsletter Konkreteres über die Weiterentwicklung berichten zu können.

Projekt Schloss Horn

Es gibt aktuell nichts Neues zu berichten. Investoren sind uns immer noch herzlich willkommen.

Weitere Projekte

Noch unverbindlich, aber mit guten Aussichten bezüglich Projekteignung und Finanzierbarkeit beschäftigen wir uns mit weiteren Objekten:

• Eines davon in St.Gallen-Notkersegg, wo ein sehr grosszügiges Einfamilienhaus in ein kleines Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen umgebaut wird.
• Einem Mehrfamilienhaus-Ensemble mit mit bestehenden zwölf Wohnungen in St.Gallen mit günstigen Mieten und wenig Sanierungsbedarf.
• Einer Villa für drei Einheiten mit grossem Park und daneben Platz für ein neu zu erstellendes 5- bis 6-Familienhaus.

Mitgliederversammlung Förderverein und GV Baugenossenschaft

Kurz nach dem Einzug der ersten Bewohner in der Alten Drogerie in Trogen wurden die Gemeinschaftsräume im Parterre erstmals für einen eigenen Anlass genutzt. Die mit 32 Mitgliedern zahlreich besuchte Mitgliederversammlung des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte und die anschliessende Generalversammlung der Baugenossenschaft Mehrgenerationenprojekte boten eine Übersicht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, gefolgt von statutarischen Geschäften. Für die in eine andere Landesregion bzw. nach Österreich umgezogenen Vorstandsmitglieder Andrea Zwicknagl und Michael Zwissler stellten sich die beiden Kandidaten Angela Tsering und Jostein Aaserud zur Wahl. Beide wurden einstimmig gewählt. Die Bestätigung der bisherigen Vorstandsmitglieder erfolgt ebenfalls einstimmig. Lucie Sauter wünscht sich nach langjährigem intensivem Engagement als Präsidentin des Fördervereins und als Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft eine einjährige Auszeit. Claus Peter Täterow, Vizepräsident, übernimmt die Leitungsfunktion im Förderverein ad interim.

Russische Architekturstudenten besuchen die Alte Drogerie

Am 6. April 2016 haben russische Architekturstudenten des Technikums Irkutsk als erste externe Gruppe die Alte Drogerie besichtigt. Sie weilten im Rahmen eines Austauschprogramms an der Kantonsschule Trogen und beschäftigten sich mit dem Thema Denkmalschutz.

Bericht im Appenzeller Tagblatt lesen (Link)

Bilderquellen

Bilderquellen: Website St. Galler Tagblatt, z.V.g.

Newsletter 3 - September

Inhalt

• Tag der offenen Tür Alte Drogerie
• Mieterporträts Bettina und Anneliese
• Stühle und Geschichten
• Leckereien an der Soirée fixe
• Neuigkeiten aus den Projekten

Vielen Dank!

Es ist an der Zeit Danke zu sagen: allen Mitgliedern, Genossenschaftern, Vorständen, Hausbewohnern, Fachexperten und Projektentwicklern. Auch für das Vertrauen unserer Investoren und der Hausbesitzer wollen wir uns bedanken. Sie tragen auf ihre individuelle Art und Weise zum Erreichen unseres gemeinsamen Ziels bei. Klar ist: Ohne Euch alle wäre es nie möglich gewesen, unserer noch jungen Genossenschaft aus den Kinderschuhen zu verhelfen. Was in langer Arbeit auf dem Papier entstanden ist, hat nun mit der Alten Drogerie in Trogen ein Gesicht bekommen. Hier kann erlebt und gelebt werden.

Und während wir uns über den gelungenen Umbau der Alten Drogerie freuen, können wir bereits unser nächstes Projekt ankündigen. So durften wir vor kurzem die Kaufverträge für eine zweite Mehrgenerationen-Ost-Liegenschaft unterzeichnen (mehr dazu weiter unten). Weitere Projektideen sind am Gedeihen oder stehen schon am Anfang Ihrer Entwicklung. Dies zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg. Es bleibt spannend und es wird sich sicher noch viel bewegen.

Philipp Weber, Vizepräsident Baugenossenschaft Mehrgenerationen Ost

Bau-Ende Alte Drogerie Trogen

Das Gerüst ist weg. Die Alte Drogerie Trogen hat ein neues Gesicht und eine neue Aufgabe. Im vergangenen Jahr wurde das historische Gebäude zu einem Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum umgebaut.

Nun freuen wir uns darauf, zusammen mit den eingezogenen Mietern zu sehen, wie das Konzept seine Wirkung entfaltet. Das erste wichtige Datum dafür ist der

Tag der offenen Tür am Samstag, 1. Oktober, von 10 bis 18 Uhr.

Eingeladen sind an diesem Tag des Austauschs alle Interessierten und Neugierigen. Die Alte Drogerie kann vom Keller bis ins Dach hinein erkundet werden. Wir stehen dabei natürlich für Fragen zur Verfügung und auch unser Buch über den Umbau, inkl. vieler Fotos, wird zum Verkauf aufliegen.

Die neuen Bewohnerinnen und Bewohner der Alten Drogerie

Die ersten Bewohner haben ihr neues Zuhause Anfang März bezogen. Im April ist Bettina in die Dachwohnung eingezogen und seit Ende Juli ist auch Anneliese Teil der Hausgemeinschaft. Sie wohnt nun in der 2 ½-Zimmer-Wohnung im 2. Stock. Die beiden Mieterinnen gewährten uns erste Einblicke in ihr Wohnen und erzählten uns von ihren Erwartungen und Wünschen. Im nächsten Newsletter hoffen wir, auch noch die letzten Zuzüger vorstellen zu können. Die Familien- oder WG-Wohnung im 3. Stock wartet noch auf ihre neuen Bewohner.

Bettina
Im «Appenzeller Magazin» Juli 2016 ist ein wunderbarer Artikel über Bettina und die Alte Drogerie erschienen. Hier lernt Ihr sie und Ihren Sohn kennen.

Anneliese
Ich bin in Rehetobel geboren und aufgewachsen. Die längste Zeit meines Lebens verbrachte ich dann aber in Herisau. Ich probierte verschiedene berufliche Tätigkeiten aus, inzwischen bin ich Dipl. Pflegefachfrau und die Arbeit bereitet mir Freude. Meine besonderen Vorlieben und Stärken liegen in den Bereichen Demenz und Palliativ Care.

Im Februar 2016 entschied ich mich, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Ich gönnte mir vor dem Start bei der Spitex Speicher-Trogen-Wald eine Pause von zwei Monaten. Seit Anfang August gilt es nun wieder ernst.
Bei der Wohnungssuche ging es wunderbar auf: Nach einer kurze Suche nach freien Wohnungen in Trogen, fand ich schnell die Alten Drogerie. Eine einzige Besichtigung und gleich der Volltreffer. Dazu war die Wohnung leer, ich konnte sofort mit dem Einräumen beginnen. Einfacher und effizienter geht es kaum. Jemanden aus dem Haus kannte ich schon, inzwischen bin ich aber mit allen hier ein wenig vertraut und geniesse diese spezielle Wohnform.

Ich mag es, meine Pflanzen und all den wohnverschönernden „Schi-Schi“ hinzustellen, und so lange umzustellen, bis das Platz stimmt. Ich bin auf gutem Weg. Und bin gerne hier.
Ich verbringe Zeit mit den mir wichtigen Menschen. Dafür ist aufgrund meines neuen Wohnortes aber einiges mehr an Planung gefragt als auch schon. Ich male gerne, gehe ab und zu joggen und auch mal eine Wanderung im Alpstein gehört zu den weiteren genüsslichen Dingen für mich. Umgekehrt versuche ich folgende Dinge zu vermeiden oder zu minimieren: Mailverkehr, doodle-Umfragen, Tabellen kreieren und Ähnliches.

Seit Anfang August lerne ich nun schön langsam Trogen mit seinen Menschen und Facetten kennen. Das ist dermassen erfreulich und faszinierend, dass es mir vorkommt, als sei ich schon sehr lange hier und das bleibt sicher auch so.

Stühle und Geschichten

Auf den ersten Blick passen die Stühle nicht zueinander. Sie stehen am grossen Tisch des Gemeinschaftsraums im Erdgeschoss der frisch umgebauten Alten Drogerie Trogen. Sie könnten stellvertretend für das Wohnkonzept stehen: Unterschiedliche Generationen wohnen, interagieren und leben hier zusammen. Es wird sich zeigen, ob auf den unterschiedlichen Stühlen auch ähnlich spannende Menschen Platz nehmen.

Auch der Ursprung der Stühle ist spannend: Andreas hat seine Verbindung zu Kul-tour auf Vögelinsegg, dem Ess-Kleintheater in Speicher genutzt, um uns viele neue und alte Stühle für den Gemeinschaftsraum zu beschaffen. Auch für diese grosszügige Spende möchten wir uns herzlich bedanken. Und Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, daran erinnern, dass, wenn Sie das nächste Mal feine Ess-, Musik-, Kabarett- oder Theaterkultur erleben möchten, an die neuen Stühle des Kleintheaters in Speicher zu denken.

Leckereien an der Soirée fixe

fein crémiges hummus mit datteltomaten und geröstetem brot
sanft und rundgewürzte maissuppe
gebratene auberginenscheiben mariniert mit balsamico und einem hauch knobli
kurz sautierte kabeljaubäggli an crémesud
auf basmatireis
und knackigem salicorn (queller, ein gemüse vom salzstrand)
joghurtdessert mit erdbeercoulis

Dieses köstliche Menu wurde an einem der letzten Soirée fixe in der Alten Drogerie zu anregenden Gesprächen in gemütlicher, bunt gemischter Runde genossen. Jeden Monat, jeweils am 17. des Monats, ab 18.30 bietet sich eine solche Gelegenheit für 20 Franken inkl. Getränke. Der Soirée fixe soll ein Treffpunkt werden, den die Leute auf ihrer Agenda vermerkt haben - unaufgeregt, locker, mit dem Versprechen neuer Bekanntschaften und spannender Diskussionen. Das feine Essen dazu bildet die angenehme Umrahmung. Habt ihr Lust, euch für eine nächste Soirée fixe anzumelden? Dorothee Bachmann nimmt eure Anmeldungen gerne entgegen.

Projekt Notkersegg St.Gallen

Unsere neue Projektgruppe wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die Entwicklung des Baurechtsvertrages mit der Stadt St. Gallen als Baurechtsgeberin dauert viel länger als erwartet und erhofft. Da das Baurechtsgrundstück von einem grösseren Grundstück abgetrennt werden muss, sind zahlreiche komplexe Dienstbarkeiten vorgängig zu regeln. Aber: Das Projekt ist nach wie vor auf gutem Weg und ausser Zeit steht der Realisierung nichts im Weg.

Projekt Wohnwerkstatt Rehetobel

Schon kurz nachdem das letzte Projekt nach langer Entwicklungszeit abgebrochen werden musste, eröffnete sich bereits eine neue Möglichkeit. Innert Kürze konnte gemeinsam mit Agnes Herger, der zukünftigen Haupt-Gewerbenutzerin, ein neues Projekt auf den Weg gebracht werden. Mitte August wurde der Kaufvertrag abgeschlossen. Nun sind wir Besitzer der Gewerbeliegenschaft Kirchstrasse 2 in Rehetobel. Ende Oktober, also nach den Herbstferien, werden wir das neue Wohn- und Gewerbeprojekt den MGP-Mitgliedern, den Genossenschaftern und der Dorfbevölkerung vorstellen.

weitere Projekte

Von der Idee des angekündigten Mehrfamilienhaus-Ensembles in St. Gallen mussten wir uns nach vertiefenden Abklärungen leider trennen. Die Finanzierung wäre realistisch gesehen nicht zustande gekommen, bzw. die Investitionen hätten bedeutend höher als gedacht ausfallen müssen. Aber auch die Wohnungen wären dann aus dem günstigen Rahmen gefallen und aus unserer Sicht zu teuer geworden.

Aufruf

Sie haben selber ein Haus, das Ihnen zu gross geworden ist? Sie haben ein Mehrfamilien- oder Gewerbehaus, um dessen Bewirtschaftung Sie sich nicht mehr kümmern mögen? Sie wollen, dass Ihre Mieter nach wie vor eine sichere Zukunft haben und Ihr Haus dauerhaft der Spekulation entzogen wird? Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Wir suchen nach wie vor weitere Projektmöglichkeiten.

Archiv 2015

Newsletter 1 - August

Inhalt

• Stand laufende Projekte
• Alte Drogerie Trogen
• Wohnwerkstatt Rehetobel
• Schlossareal Horn
• Neue Projekte
• Ob dem Holz, Rehetobel
• Wittenbach
• St. Gallen I & II
• Arbeitsgruppe Kommunikation
• Arbeitsgruppe Solidarisches Wohnen
• Porträt Mitglied Monse
• Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

In den vergangenen Monaten wurde wiederum viel geplant und realisiert. DieGründung der MGP Baugenossenschaft hat den Grundstein für effektiveProjektrealisierungen gelegt. Nun arbeiten die Mitglieder des Vorstands im Plenumoder als Fach,ProjektoderArbeitsgruppenmitglieder intensiv an derWeiterentwicklung der Organisation. Konzepte und Reglemente werden neuerarbeitet, erweitert oder angepasst. Zudem werden laufend potenzielle neueObjektegeprüft.

Herzliche Grüsse
MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Stand laufende Projekte

Die aktuellen Projekte befinden sich zumeist in einer fortgeschrittenenPlanungsphase. Sie bieten Interessierten aber noch immer die Möglichkeit, sich ander Umsetzung zu beteiligen. Interessenten setzen sich bitte mit Bernhard Müller,Präsident Baugenossenschaft, oder mit Lucie Sauter, Präsidentin Förderverein, inVerbindung.

Alte Drogerie Trogen

In den letzten Wochen sind wir auf demWeg zur Realisation der Alten Drogeriezwei Meilenschritte weitergekommen. Wirkonnten das Haus am 21. Mai2015erwerben und am 6. August 2015 erhieltenwir die Baubewilligung. Inzwischen habenwir die bauliche Planung abgeschlossen. Im1. Obergeschossrealisieren wir zwei 2ZiWohnungenmit je rund 65 m2. Im 2. OG isteine grosse 4ZiWohnungvon ca. 110 m2 sowie ein Gästestudio mit Teeküche undBad geplant. Das 3. OG wird zu einer 3ZiWohnungvon 114 m2 ausgebaut, beiwelcher bei Bedarf ein viertes Zimmer abgetrennt werden kann. Das 4. OG istunterteilt in zwei 45 m2 grosse Räume, wobei der hintere Teil eine grosszügigeKombination aus Eingang, Küche und Essen sowie Badezimmer ist. Die beidengrossen Dachabseiten werden als Abstellräume genutzt. Das 5. und 6. OG wird ineine Galeriewohnung mit nochmals rund 70 m2 umgewandelt. Mit Ausnahme einerder beiden 2ZiWohnungim 1. OG erhalten alle Wohneinheiten auf der Rückseitedes Hauses einen tollen, sonnigen Balkon mit teilweiser Seesicht. Alle Stockwerkesind per Lift erschlossen. Im Keller stehen zwei Waschmaschinen zur allgemeinenNutzung bereit. Der Naturkeller eignet sich hervorragend zur Lagerung von Früchtenund Gemüsen. Dort soll auch eine Tiefkühltruhe Platz finden, welche von allenHausbewohnern genutzt werden kann. Hinsichtlich der Nutzung des Erdgeschossesprüfen wir derzeit die Möglichkeit, Raum für eine therapeutische Gruppenpraxis fürKomplementärmedizin auf Genossenschaftsbasis zu schaffen. Ebenfalls imErdgeschoss ist eine Gemeinschaftsküche geplant. Die grosse Halle nebenanbietetPlatz für gemeinschaftliches Essen oder für Anlässe.

Die Alte Drogerie ist ein geschichtsträchtiges Haus. Die alte Bausubstanz wird wennimmer möglich erhalten. So werden die alten Fenster zu neuem Leben erweckt: siewerden restauriert oder wenn erforderlich nachgebaut und vom Schreiner amursprünglichen Ort winddicht eingebaut. So bleibt der unnachahmliche Charme derFassade und der Innenräume erhalten. Wo immer möglich, werden die massivenHolzstrickwände von Lagen von Tapeten und Pavatex befreit und aufgefrischt. Diebisherigen Holzböden mit einer Höhe von 6.5 cm werden statisch verstärkt underhalten einen neuen Holzaufbau oder eine geschliffene und eingefärbteEstrichoberfläche. In Räumen mit wertvollem Parkett bauen wir dieses aus,verstärken den Boden und verlegen das Originalparkett wieder. Im gesamten Hausrealisieren wir auf diese Weise einen stabilen Boden mit Trittschallisolation. DieElektroundSanitärinstallationen werden komplett ersetzt und neue Bäder undKüchen eingebaut. Auf dem neu eingedeckten Dach erzeugt eine Photovoltaikanlageeinen Teil des benötigten Stroms. Der Anschluss des Hauses an das FernwärmenetzSpeicher/Trogen ermöglicht eine Wärmeerzeugung ausschliesslich mittelserneuerbarer Energie. Dank einer Innenisolation aus Zelluloseflocken und einerWärmedämmung der Kellerdecke wird der Energiebedarf deutlich gesenkt. Das Haussoll möglichst autofrei werden beieinem hauseigenen Elektroauto und guterAnbindung an den ÖV ein nachvollziehbarer Entscheid. Das Elektroauto wirdselbstverständlich durch Strom von der hauseigenen PVAnlagegespeist.

Die Alte Drogerie wird nach dem Umbau ein atmosphärisches Nebeneinander vonAlt und sehr Modern zeigen und ihren künftigen Bewohnern noch viel Möglichkeitenfür kreativen Nestbau lassen!

Wohnwerkstatt Rehetobel

Das Nutzungskonzept für die Wohnwerkstattin Rehetobel sieht im Sockelgeschoss,welches aktuell vollständig gewerblichgenutzt wird, künftig eine innovative MakerWerkstatt,also einen Verbund offenerWerkstätten, vor. Die übrigen Geschossesollen zu Wohnraum fürMehrgenerationenwohnenausgebaut werden.Die bisherigen Abklärungen haben gezeigt,dass eine Sanierung der Wohngeschosse nicht zielführend ist. Die bestehendenRaumhöhen, zahlreiche statisch erforderliche Unterzüge und aus statischen Gründenkaum veränderbare Raumeinteilung erfüllen die Anforderungen an einMehrgenerationenprojekt nur unzureichend. Das Bedürfnis nachGemeinschaftsräumen und genügend Wohnungen zu vernünftigen Kosten kann nurdurch einen Abriss und Neubau der Wohngeschosse erzielt werden. So sollen imaufgesetzten Neubau fünf unterschiedlich grosse Wohnungen, zwei bis drei Studios

sowie Gemeinschaftsräume entstehen. Die Studios sollen primär den temporärenNutzern der MakerWerkstattzur Verfügung stehen. Zusätzlich sind sie alsUnterkünfte für Gäste der Hausbewohner vorgesehen.

Beim Gebäude für die Wohnwerkstatt handelt es sich um ein Objekt in der Kernzoneund zugleich in der Ortsbildschutzzone. Aktuell sind wir mit der Denkmalpflege undder Baubewilligungskommission in enger Zusammenarbeit, um einbewilligungsfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln. Die geplante, innovativeMakerWerkstattund das Label Solardorf Rehetobel haben uns dazu motiviert,abzuklären, ob das Haus komplett mit einer Photovoltaikhülle gebaut werden könnte.Aus Sicht der Behörde spricht der Ortsbildschutz dagegen, auch die Fassade mitPhotovoltaikelementen zu bekleiden. Einvollständiges Solardach findet in derVorabklärung aber Unterstützung, weshalb wir diesen Ansatz weiter verfolgen. Fürandere Projekte möchten wir das Konzept der vollständigen Solarhülle aber weiterverfolgen.

Schlossareal Horn

Vor rund zwei Jahren hat die ProjektgruppeSchloss Horn mit der Entwicklung desProjekts gestartet. Vor kurzem haben wirvereinbart, dass MGP dieWeiterentwicklung des Projektes wiederselber übernimmt und unter Beizug desbisherigen Architekten eine neueProjektgruppe gebildet wird. Die bisherigeProjektgruppe hat hervorragende Arbeitgeleistet, welche wir an dieser Stelle herzlichst verdanken möchten. Sie hat u.a. einKonzept entwickelt, welches für ein Mehrgenerationenprojekt bestens geeignet ist. Esbeinhaltet individuelle und gemeinsame Wohnräume und wird ergänzt durchintegrierte Arbeitsräume. Das Projekt wurde von der Baubewilligungskommissionund Denkmalpflege vorbewilligt und könnte nun sofort umgesetzt werden.Bedingung hierfür ist natürlich, dass die Finanzierung gesichert ist und wir mit demheutigen Eigentümer betreffend Verkauf handelseinig werden. Nach denSommerferien nimmt die neue Projektgruppe die Verhandlungen mit demEigentümer und die Suche nach Kapitalgebern auf. Wir hoffen auf einenerfolgreichen Abschluss.

Neue Projekte

Erfreulicherweise werden uns zunehmend neue Objekte angeboten, oder wir werdenin Projektevaluationen involviert. Da die Projektarbeiten eben erst begonnen wurden,können wir heute erst einige Eckdaten nennen. Interessierte können uns gernekontaktieren. Wir informieren gerne über den aktuellen Stand des jeweiligenProjektes.

Ob dem Holz, Rehetobel

Für die Übernahme des ehemaligenAltersheims hat sich eine örtliche Gruppegebildet. Da wir dieselben Ziele verfolgen(Neustart Schweiz) beginnt sich eine engereZusammenarbeit abzuzeichnen. Ausser demerklärten Willen, das historische Gebäudean phantastischer, ruhiger Aussichtslagenicht dem Abriss preisgeben zu wollen,besteht noch kein definiertesNutzungskonzept. Gemeinsames Ziel ist die Schaffung von günstigem Wohnraum.Das verbindende Element der integrierten ArbeitsoderKulturnutzung ist aber nochvöllig offen.

Mitdenker, die sich eine Partizipation am Projekt am sonnigsten Ort der Ostschweizvorstellen können, sind eingeladen, sich zu melden.

Wittenbach

Mitten im Ort, an verkehrsberuhigter, sonniger Lage, ist uns ein Grundstückangeboten worden, welches den Neubau von ca. 10 bis 14 Wohnungen plusGemeinschaftsräume ermöglicht. Sobald sich das Projekt konkretisiert, werden wirwiederum informieren.

St. Gallen I

Vor kurzem sind wir in Verhandlungen über den Kauf von drei benachbarten, altenGebäuden mit 15 Wohnungen und verschiedenen kleineren Gewerberäumen getreten.Die Wohnungen sind aktuell sehr günstig, benötigen aber in nächster Zeit einigeUnterhaltsarbeiten. Auch nach Abschluss derselben sollen die Mietzinse sehr günstigbleiben.

St. Gallen II

An bevorzugter Stadtrandlage klären wir die mögliche Übernahme eineswunderschönen alten Gebäudes mit Garten im Baurecht ab. Es handelt sich lediglichum ein Dreifamilienhaus, jedoch mit Potenzial nachbarschaftlicherQuartierentwicklung nach dem MGP Konzept.

Arbeitsgruppe Kommunikation

Die Arbeitsgruppe Kommunikation wird von Andrea Zwicknagel, Vorstandsmitgliedder MGP Baugenossenschaft, geleitet. Andreas Müller vom KommunikationsbüroWirkstatt Müller steht der Arbeitsgruppe entwicklungsundumsetzungstechnisch zurSeite. Ziel ist vorerst die Erarbeitung des MGPKommunikationskonzeptsfürTrogen. In einem zweiten Schritt werden Strategien und Mittel festgelegt, welche inder professionellenÖffentlichkeitsarbeit, der effizienten Objektakquise, derPartnersuche und dem Fundraising angewendet werden.

Mitte Juli hat MGP Ostschweiz im operativen Bereich Verstärkung erhalten.Marianne Heller, Kommunikationsfachfrau, unterstützt den Förderverein und dieBaugenossenschaft im Rahmen eines Projektes der Stiftung Zukunft inkommunikativen Belangen. Sie wird u.a. ein Kommunikationskonzept und dieerforderlichen Kommunikationsinstrumente entwickeln, die Verantwortung für diePresseundÖffentlichkeitsarbeit übernehmen und die Kernbotschaften von MGPOstschweiz nach aussen tragen. Der Einsatz von Marianne Heller ist befristet (max. 6Monate) und für MGP Ostschweiz kostenneutral.

Arbeitsgruppe Solidarisches Wohnen

Wir haben das Angebot und die Bedingungen für diese Wohnform formuliertSolidarisches und im Grundkonzept festgelegt. Nun geht es darum, daszielgruppenorientierte Vorgehen festzulegen und geeignete Partner und Sponsoren zufinden. Wir werden deshalb in Zusammenarbeit mit Fachpersonen ein Dossiererarbeiten, das an potenzielle Nutzer, Partner, Sponsoren und Investoren versandt werden soll. Die entsprechende Arbeitsgruppe muss noch zusammengestellt werden.Mitglieder oder SympathisantInnen, die über Fachkenntnisse oder Erfahrung in derIntegrationsarbeit verfügen und mit ihrem Wissen etwas beitragen können, sindherzlich willkommen.

Porträt Mitglied Monse

Wir haben uns dieses Jahr zur Mitgliedschaft bei MGP Ostschweiz entschieden, weilwir gerne an einer vielfältigen Gemeinschaft teilnehmen. Wir, das sind meine 11jährigenZwillingssöhne und ich. Seit rund acht Jahren leben wir in einemgenossenschaftlich organisierten Quartier im Osten der Stadt. Die Primarschulebefindet sich in der Nähe, und die Kinder fühlen sich dort sehr wohl. Unser Quartierbesteht aus fünf Genossenschaften. In unserer Genossenschaft leben 18 Familien mitfast 30 Kindern. Wir haben in den letzten Jahren viele Erfahrungen imZusammenleben gemacht und auch Freundschaften geschlossen.

Nun ist es an der Zeit, eine andere Wohnform zu leben. Wir wünschen uns eineruhigere Umgebung und mehr Privatsphäre. Wohnen in einemgenerationenübergreifenden Wohnraum, wie es MGP realisiert, bietet uns dieMöglichkeit, uns mit älteren oder alleinstehenden Menschen auszutauschen. Auchkönnen wir mehr darüber erfahren, wie Wohnen und Arbeiten unter einem Dachfunktioniert. Wir haben bereits Einblicke in dieses Konzept erhalten. Jedes Jahr sindwir für eine Woche bei Freunden in Bern in den Ferien. Meine Freunde leben seitzehn Jahren im Westen der Stadt. Unsere Gastgeberin engagiert sich beruflich imsozialen Bereich. Ihr Hobby ist das Nähen von Seidentüchern. Ihr Partner arbeitet alsKünstler und Schreiner, auch zu Hause. Sie teilen sich ein Atelier. Im gleichen Hausleben noch zwei Männer in einer homosexuellen Partnerschaft und einalleinerziehender Vater. Das Haus ist gross und verfügt über einen grosszügigenGarten. In diesem Quartier hat jedes Haus vier Wohnungen. Das kleine Quartierbesteht aus drei Strassen, führt einen Mittagstisch und einen Treffpunkt für jungeErwachsene.

Wir wünschen uns eine Wohnform, die sinnhaft ist. Im Austausch mit anderenMenschen kann man die eigenen Ideen wachsen lassen und sich weiter entwickeln.Meine Jungs finden, es sei eine Chance, die wir nun ergreifen sollten. Das hat michüberzeugt. Wir freuen uns, unsere „Vitalität“ einbringen zu können und mitMenschen an einer guten Idee arbeiten zu dürfen.

Herzliche Grüsse
Monse

Mitgliedschaft

MGP Freunde und Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGPProjektebeitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaftbeantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr fürordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr fürAktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden alsSpenden verbucht. Kontoinformationen: CoopBankSt. Gallen, Förderverein MGPOstschweiz, St. Gallen IBANCH32 0844 0256 3402 4200 1.Einzahlungsscheinekönnen angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive,als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren undInvestoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oderregelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an derProjektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen SieMGPProjektenauf die Beine.

Bilderquellen

Alte Drogerie, Trogen: Thomas Karrer, Trogen
Schloss Horn: Urs Bucher, Website St. Galler Tagblatt
Wohnwerkstatt Rehetobel: MGP Ostschweiz
Ob dem Holz, Rehetobel: MGP Ostschweiz

Newsletter 2 - Oktober

Inhalt

• Alte Drogerie Trogen
• Stand Umbauten Alte Drogerie
• Darlehen für Mehrgenerationenprojekte
• Mitgliederporträt Cornelia H.
• Vakanz im Vorstand des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte
• Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen»
• Mitgliedschaft

Liebe Vereinsmitglieder, liebe MGP Freundinnen und Freunde

„Wie hoch sind die Räume in der Alten Drogerie nach dem Umbau?“ „Bleiben die alten Butzenscheiben erhalten?“ Solche und ähnliche Fragen beantworteten die Verantwortlichen von MGP Ostschweiz anlässlich der Info-Veranstaltung zur Alten Drogerie vom 1. Oktober 2015. Rund 50 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und das weitere Vorgehen zu informieren. Da über die Gemeinschaftsräume und allenfalls zusätzliche Infrastrukturen auch für das Dorf Trogen ein Mehrwert geschaffen werden soll, freut uns das Interesse der Bevölkerung besonders und wir möchten an dieser Stelle nochmals allen danken, die das Projekt ideell, finanziell oder mit tatkräftigem Zupacken unterstützt haben.

Herzliche Grüsse

MGP Ostschweiz
Lucie Sauter & Bernhard Müller

Alte Drogerie Trogen

Die Umbauarbeiten schreiten zügig voran. Per 1. März 2016 werden die sechs Wohnungen bezugsbereit sein. Für die Kleinwohnungen haben sich bereits Interessenten angemeldet, die nun ihre Bedürfnisse und Ideen mit einbringen. Der Gruppenbildungsprozess für die Hausgemeinschaft hat somit begonnen, die Evaluationsliste ist jedoch offen für weitere Personen. Vielleicht ist Trogen auch bald Ihr neues Zuhause? Die grosszügigen Familienwohnungen eignen sich für junge Familien oder alleinerziehende Eltern, welche den Wert der Gemeinschaft als ergänzendes Element in der elterlichen Erziehungsarbeit erkennen.

Vorteile für Kinder und deren Eltern in unserem Mehrgenerationenprojekt
Das Mehrgenerationenhaus liegt in einer familienfreundlichen, gesunden Umgebung und vom Kindergarten bis zur Matura können alle Schulen im Ort besucht werden. Trogen ist ein lebendiges Dorf, das für Gross und Klein einiges zu bieten hat.

Die Mitglieder der Hausgemeinschaft sind vertraute Bezugspersonen für Kinder. Sie sind auch bereit, Betreuungsaufgaben oder kleine Dienste im Haushalt zu übernehmen. Kinder können sich ebenfalls in die Gemeinschaft einbringen und Solidarität und Wertschätzung als ein Geben und Nehmen erfahren und entwickeln. Durch den nahen Kontakt zu den Erwachsenen im Haus entsteht Vertrauen und Vertrautheit und im Austausch wird der Umgang mit Konflikten erlernt. Zudem bietet der Zugang zu Handlungs- und Lösungsansätzen verschiedener Menschen eine wertvolle Bereicherung.

Eltern haben die Möglichkeit, die Gemeinschaftsräume als Home Office oder Co-Working-Space zu belegen und so Kindererziehung und Berufstätigkeit besser miteinander zu verbinden oder die günstigen Rahmenbedingungen für eine Elternauszeit zu nutzen. Die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen kann zudem Träume wahr werden lassen. Ein Elektroauto? Eine kleine Wellnesszone? Die Hausgemeinschaft entscheidet.

Details wie Mietzinse oder Wohnungsgrundrisse sind auf unserer Homepage zu finden.

Stand Umbauarbeiten Alte Drogerie

Im Dach surrt der Akkuschrauber der Zimmerleute im Wettstreit mit dem Kreischen der Säge - die Tragkonstruktion wird verstärkt und kann so dann auch die Isolation aufnehmen. Das neu aufgelegte Dach bekommt in Kürze seine Ziegeleindeckung. Die beiden neuen Lukarnen lassen viel Licht ins Dachgeschoss und gestatten wunderbare Ausblicke. An der rückseitigen Fassade grundieren die Maler eine Fensterleibung nach der anderen, ein Stockwerk nach dem anderen. Der Sanitärmonteur baut Etage für Etage Abwasser- und Wasserleitungen ein, der Spengler montiert auf der Vorderseite des Hauses schmale Bleche auf den 'Katzenstegen'. In der Liftgrube erstellt der Baumeister Betonwände, die zukünftig die Liftkonstruktion tragen werden und im anderen Teil des Kellers brechen die Maurer einen Betonboden mit dem Presslufthammer weg und schleppen den Schutt Kübel um Kübel heraus in die bereitstehende Mulde. Bei der Renovierung der alten Fenster arbeiten Maler und Fensterbauer Hand in Hand in ihren jeweiligen Werkstätten. Die Fenster haben auf ihrem Weg der Restaurierung nun schon einige Touren durchs Appenzellerland hinter sich.
Tag für Tag andere Szenarien - manche Arbeiten sind schnell vollendet, andere benötigen Wochen. Der Baufortschritt ist erkennbar und erfreulich, wir befinden uns mitten in der Rohbauphase. Glücklicherweise hat das Wetter bisher gut mitgespielt - wir klopfen auf Holz, dass das so bleibt!

zur Bildergalerie

Darlehen für Mehrgenerationenprojekte

MGP Ostschweiz finanziert den Kauf von Objekten über Hypothekardarlehen von Banken, Beiträgen aus dem Fonds de Roulement des Bundes und aus dem Solidaritätsfonds der Wohnbaugenossenschaften Schweiz und mit Eigenmitteln. Interessierte Kapitalgeber aus dem Umfeld von MGP Ostschweiz haben die Möglichkeit, der MGP Baugenossenschaft grundpfandgesicherte Darlehen zu gewähren. Diese werden in der Regel zu vergleichbaren Hypothekarzinssätzen verzinst.
Für Menschen ohne oder mit geringem Vermögen suchen wir im Rahmen des solidarischen Wohnens Kapitalgeber, die deren Pflichtanteilscheine übernehmen oder vorfinanzieren. Diese sind über verbundene Verträge grundpfandgesichert.
Die genauen Zinssätze im einen wie im anderen Fall werden individuell nach den Vorstellungen des Darlehensgebers und den Möglichkeiten der Genossenschaft vereinbart.
Darüber hinaus können auch ordentliche Anteilscheine im Nominalwert von Fr. 100.- oder jedem Mehrfachen davon gezeichnet werden, die als Eigenmittel für Objektkäufe und -umbauten dienen. Die Verzinsung erfolgt in diesem Fall im Rahmen des erwirtschafteten Ertrages und der statutarisch vorgesehenen Bedingungen (aktuell voraussichtlich 2.75%).Detaillierte Informationen erhalten Sie von Bernhard Müller, T 079 430 33 76.

Mitgliederporträt Cornelia H.

Ich bin 68. Da ich aus einer grossen Familie stamme und keine eigenen Kinder habe, vermisse ich das Leben in einer Gemeinschaft schon seit vielen Jahren. Meinen Partner Hansruedi (62) habe ich vor einigen Jahren beim CAS, Club der Autofreien Schweiz, kennengelernt. Wir möchten beide gerne in einem MGP Projekt wohnen und leben. Wir sind beide sehr aktiv und viel unterwegs – zu Fuss, mit ÖV und Fahrrad. Ich engagiere mich bei Compagna, in der Zeitbörse und im Solinetz und bin eine kreative Näherin. Früher habe ich ein Reformhaus geführt und war Therapeutin. Hansruedi ist Buchhalter und Steuerberater. Er hat eine beeindruckende Sammlung von rund 3000 Schallplatten.

Wir möchten Teil sein einer lebendigen, solidarischen Gemeinschaft. Toll wäre ein Hörstudio, das auch als Musikzimmer oder stiller Raum genutzt werden kann. Ich möchte gerne meiner Passion, dem Nähen, in einem Näh- und Kreativatelier nachgehen. Da ich mich für Quanten-Medizin interessiere, könnte ich mich auch in einer genossenschaftlichen Gemeinschaftspraxis einbringen.

Vakanz im Vorstand des Fördervereins Mehrgenerationenprojekte

Unser Vorstandsmitglied Michael Zwissler ist per 1. Oktober nach Österreich umgezogen. Michael ist Gründungsmitglied des Fördervereins MGP. Seine ideelle Unterstützung und seine Bereitschaft, im Vorstand mitzuwirken, waren speziell in der Anfangsphase unserer Organisation sehr wertvoll. Wir danken Michael für sein Engagement und wünschen ihm für seine private Zukunft viel Glück und Erfolg im Beruf.

Das Vorstandsmandat des Beisitzers für den Förderverein ist somit vakant. Wir würden uns freuen, das Amt durch ein kompetentes und motiviertes MGP Mitglied zu besetzen und bitten Interessenten, sich bei einem Vorstandsmitglied zu melden.

Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen»

Trotz reger Bautätigkeit herrscht in der Schweiz Wohnungsnot. Die Mietpreise schiessen in den Städten und Agglomerationen ungebremst in die Höhe. Familien, ältere und junge Menschen finden keine bezahlbare Wohnung mehr. Die Situation auf dem Ostschweizer Immobilienmarkt ist etwas weniger angespannt. Dennoch gilt es auch hier, bei der Umnutzung von öffentlichen Gebäuden und privaten Liegenschaften Spekulationsdenken und Renditedruck einzudämmen und gesellschaftliche und soziale Aspekte des Wohnens stärker zu berücksichtigen. Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» verpflichtet Bund und Kantone, den preisgünstigen Wohnungsbau zu fördern und entzieht den knappen Wohnraum der Spekulation und dem Renditedruck. Die Initiative betrifft die gemeinnützigen Wohnbauträger und damit auch MGP Ostschweiz direkt. So soll der Anteil an Wohnungen im Eigentum von Trägern des gemeinnützigen Wohnungsbaus am Gesamtwohnungsbestand stetig erhöht werden. Gesamtschweizerisch sollen mindestens 10 % der ¾ neu gebauten Wohnungen im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauträger stehen.
Wir bitten auch Sie, sich für bezahlbare Wohnungen zu engagieren und die Volksinitiative zu unterschreiben.

Mitgliedschaft

MGP-Freunde und Sympathisanten, die gerne zur Realisierung künftiger MGP-Projekte beitragen oder an solchen teilhaben möchten, können ihre Mitgliedschaft beantragen. Durch Überweisung des Mitgliederbeitrags von 30 Franken pro Jahr für ordentliche Mitglieder (Einzelpersonen) oder 200 Franken pro Jahr für Aktivmitglieder erlangt die Mitgliedschaft Gültigkeit. Höhere Beiträge werden als Spenden verbucht. Kontoinformationen: Coop-Bank St. Gallen, Förderverein MGP Ostschweiz, St. Gallen - IBAN CH32 0844 0256 3402 4200 1. Einzahlungsscheine können angefordert werden.

Wir brauchen SIE – Sie als Vereinsmitglieder und Genossenschafter, als Aktive, als Mitdenkende, als Pioniere und Mitgestaltende, als Sponsoren und Investoren. Bringen Sie sich aktiv ein, sei es projektbezogen, für einzelne oder regelmässige Aufgaben, nehmen Sie teil am Vereinsgeschehen und an der Projektentwicklung. Bestimmen Sie die Zukunft in der Ostschweiz mit, helfen Sie MGP-Projekten auf die Beine.

Bilderquellen

Alte Drogerie, Trogen: Thomas Karrer, Trogen

Vermietung Sitemap Kontakt